Fight The Fight - 2019-09-06 - Düsseldorf, The Tube

Bei herrlichstem Sommerwetter geht man doch am besten raus, zum Grillen, in den Biergarten, oder sonst wo hin um die Sonne zu genießen. Wenn allerdings die Musik ruft, folgt man diesem Ruf in der Gitarrenszene. Ungeschriebenes Gesetz quasi. So eben auch an diesem Abend. Die Musik lickt uns ins Düsseldorfer Tube zu den Norwegern von FIGHT THE FIGHT, die von der Kölner Band Neverland In Ashes supportet werden.

Einlass sollte um 20 Uhr sein, dieser verzögerte sich aber um ein paar Minuten. Soweit nicht wirklich schlimm, da ein Irish Pub direkt neben der Location zum ein oder anderen Bierchen einläd.


Als der Einlass dann begonnen hat, schlüpfen die schon anwesenden Metalheads in die schnuckelige Location, sichern sich Drinks an der Bar und suchen sich einen guten Platz um den Abend richtig abrocken zu können. NIA Shouter Julez sorgte im Vorfeld nochmal für ordentlich Nebel in der Tube, sehr zu meinem Missfallen. Fotos und Nebel ist einfach eine absolut blöde Kombination, aber Konzerte werden für die Fans gemacht, nicht für die Presse. Nach einem kurzen Intro legen Neverland In Ashes dann direkt richtig los und schmettern ihre Ohrwürmer "City Lights" und "Supernova" gen Zuschauer. Schon hier beweist die Band erneut, dass sie zu größerem berufen ist. Auch bei den folgenden neuen Songs sieht man Julez, Milan, John und Kai die Spielfreude an. Schlagzeuger Mario hatte diese sicherlich auch, aber leider war er über das gesamte, ohnehin viel zu kurze, Set im Nebel verschwunden. In Puncto Entertainment und Musik spielen NIA mal wieder ganz oben mit, wenn nicht sogar nochmal ein Schippchen höher. Ganz großes Kino Jungs, weiter so und bis bald! Einziges und wirklich nur winzig, klitzekleines Manko sind die fehlenden Cleanvocals von Tobi, der ja nun live von Kai ersetzt wurde.

Weitaus "durchsichtiger", aber nicht minder gut, ging es dann bei FIGHT THE FIGHT aus Norwegen weiter.

Zwar war der Bereich vor der Bühne nicht mehr ganz so befüllt wie beim Support, aber trotzdem blieb die Stimmung erhalten. Den freien Platz nutzte dann meist Fronter Lars Vegas und machte damit dem Rest der Band auf der Bühne mehr Platz für die Party. 


Auch hier von langeweile oder Apathie keine Spur. Diesmal konnte man sogar dem Drummer, Bjørn, dabei zusehen wie es seine Drums verdrosch. Die doubble-riff-attack von Lord und Amok peitschte nur so von der Bühne und HMs Bass ließ den Boden beben.

Die Musik ist sehr abwechslungsreicht und besticht durch Einflüsse aus, Rock, Punk, Metalcore und ist stellenweise sogar etwas proggig. Im gleichen Stil finden sich auch Elemente im Gesa.... den Shou.... also.... alles, was Lars Vegas zu den Songs von sich gibt. Einerseits thrashig, andererseits melodiös und dann wieder clean und zurück zu Growls. Respekt, wer das so gut auf die Kette kriegt.


Ob FIGHT THE FIGHT in unseren Breitengraden noch nicht bekannt genug ist, oder ob es an etwas anderem lag, dass der Abend nicht ausverkauft war, wer weiß das schon. Schieben wir es mal auf das schöne Wetter und hoffen, dass es beim nächsten Mal mehr Leute in die Locations zieht! Mit dieser Bandkombination hat man jedenfalls nichts falsch gemacht.

(Sarah Jacob)