Butcher Babies - 2018-03-15 - Mannheim, MS Connexion

Support: Klogr, Eyes Set To Kill

Wenn auch um ein paar Minuten verzögerter Einlass war, fingen KLOGR als Opener trotzdem pünktlich an. Die Itlalo-Amerikanische Band spielte guten Alternative Metal mit leichten Prog Einflüssen und konnte dem Publikum schon sehr gut einheizen. Die Band veröffentlichte 2011 ihr erstes Album und ist seit dem immer mal wieder unterwegs und teilte schon Bühnen mit Bands wie Prong oder The Rasmus. Musikalisch passt dies auch besser zusammen, jedoch fanden sie auch auf dieser Tour großen Anklang. Alle Musiker beherrschen ihre Instrumente, obwohl der Schlagzeuger hier besonders gerausstach. Animal von den Muppets ist eher ein Witz dagegen. Zwar war es noch ziemlich leer im Connex, trotzdem gab die Band alles uns lieferte eine Energiegeladene Show ab, wie sie als Opener nicht besser hätte sein können. Die Band unterstützt die Tierschutzorganisation Sea Shepherd schon seit Beginn an und steht auch öffentlich immer wieder dazu. So wurden in der Vergangenheit auch immer mal Songs oder Videos zu diesem Thema veröffentlicht und auch auf der Bühne kann man dies anhand der Monitore sehr gut sehen. Meines erachtens sehr lobenswert!

EYES SET TO KILL waren für mich ebenfalls eine Neuentdeckung. Sie legten als zweiter Act mit flottem Metalcore auch gleich kräftig nach und konnten spätestens beim dritten Track, Zombie (die Coverversion von den Cranberries an Dolores gewidmet) ebenfalls alle anwesenden in ihren Bann ziehen. Sängerin Alexia wirkte beim Stage aufbau eher wie ein kleines, zierliches Persönchen, während der Show verwandelte sie sich aber in einen echten Wirbelwind mit kräftiger Stimme und ordentlich Hummeln im Hinter. Ab dem vierten Song kam dann auch Gitarrist Cisco zu mehr Vocal-Einsatz und unterstützte Alexia mit seinen Screams, die dann auch endlich den Metalcore zum Vorschein brachten. Alle Musiker wirbelten mit ihren Gitarren über die Bühne und verliehen der Show neben der Musik noch weitaus mehr Power.

 

Sängerin Alexia hatte hier die größte Bühnenpräsenz, nicht nur weil sie eben die Frontfrau ist, sondern weil sie hüpfend hin und her flitze. Hinter jeder guten Show, steckt auch ein gutes Team. Das merkte man vorallem, als die Crew kurz die Bühne stürmte und die Mikros der Backingvocals übernahm. Leider erschien die Band nach ihrem Auftritt nicht mehr wie versprochen am Merch-Stand. Ich hätte gerne noch ein paar Fragen gestellt. Vielleicht kann das an anderer Stelle nachgeholt werden.

Nach dem üblichen Umbau kamen endlich die heiß ersehnten BUTCHER BABIES mit der gewohnten "in die Fresse"-Manier auf die Bühne. Bei dieser Band ist ganz klar, dass die Frauen im Fokus stehen, trotzdem finde ich es immer wieder schade, dass den Herren der Schöpfung die Aufmerksamkeit fehlt. Heidi und Carla legten direkt mit dem Titeltrack des altuellen Langspielers, Lilith, los. Die Show sowie die Stimmung waren von Beginn an gigantisch und Heidi lies es sich nicht nehmen, hier den Hauptpart auf der Bühne zu übernehmen. Nicht nur die Moderation des Konzerts an sich (sprich, Ansagen und Kommunikation mit dem Publikum), während Monsters Ball sprang sie in den Fotograben und animierte die Fans zum mitsingen auf der Absperrung stehend. Und als sie dann auch noch zum Circlepit um einen Pfeiler aufrief, ließen sich die Fans natürlich nicht lange bitten.

 

Auch wenn Heidi bei jeder Tour in Europa erkältet zu sein scheint, bringt sie trotzdem jedes mal 100 % auf der Bühne und betont auch dieses Mal, dass aus so einem Grund, kein Konzert abgesagt werden würde.

 

Von vorne bis hinten mehr als Power und Action auf der Bühne - so machen Konzerte Spaß. Auch wenn die Butcher Babies scheinbar lieber in kleinen Locations ihre Headliner Shows spielen, anstatt bei größeren Bands, auf größeren Bühnen zu supporten, drücke ich ihnen die Daumen, dass sie es in Europa doch noch schaffen werden, ihre Bekanntheit zu steigern. Trotz geringer Anwesenheit von Besuchern war die Stimmung sehr gut und ich freue mich schon auf die nächste Tour.

 (Sarah Jacob)

Setlist Butcher Babies:

01. Lilith

02. Burn The Straw Man

03. Monsters Ball

04. The Butcher

05. In Denial

06. The Huntsman

07. Korova

08. Igniter

09. PONONA (Shit Happens)

10. Gravemaker

11. Thrown Away

12. Beer Drinkers & Hellraisers

(ZZ Top Cover & Drumsolo)

13. Headspin

14. Underground and Overrated

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15. They're Coming To Take Me Away (Cover)

16. Controller

17. Axe Wound

18. Magnolia Blvd.