ORDEN OGAN - 2016-03-18 - Bochum, Matrix (D)

Support: Almanac, Manimal

Leider klappte es mal wieder mit den im Internet angegebenen Zeiten zu Einlass und Beginn nicht richtig. Um 19.30 war der Einlass natürlich in vollem Gange, die erste Band fing aber auch schon kurz danach an, statt um 20 Uhr wie angegeben.

So kam es dann auch, dass die meisten Besucher den Auftritt der noch recht frischen Formation MANIMAL verpassten. Die Schweden um Frontmann Samuel Nyman hatten viel Spass auf der Bühne. Noten und Gesang sass und die Band schaffte es, die Menge zu begeistern und gut anzuheizen. Viele kannten die Jungs noch nicht, daher war es umso wichtiger, einen bleibenden guten Eindruck zu hinterlassen. Als Opener schien MANIMAL eine gefühlt sehr lange Spielzeit bekommen zu haben, denn der Auftritt schien fast nicht mehr aufhören zu wollen.

Als es nun doch vorbei war und der Umbau auch zuende ging, konnten ALMANAC die Büne entern. Ziemlich spontan für Mystic Prophecy eingesprungen präsentierte die neue Band um Victor Smolski das am selben Tag erschienene Debütalbum "Tsar". Live konnte PC69-Sänger David Readmen eine nahezu perfekte Stimmharmonie mit Jeannette Marchewka bilden. Im Lineup fehlte allerdings Brainstorm-Fronter Andy Franck. Auf Grund der spontanen Zusage zur Tour, konnte er leider nicht bei allen Shows dabei sein. Victor kommentierte dies gewitzt mit einem kühlen "Bus verpasst...". Musikalisch bewegen sich ALMANAC zwar nicht in innovativen Gefilden, dennoch hört man der Band gerne zu. Eingängige Melodien und gute Rhythmen animieren zur Bewegung und ich finde, dass die Songs mit einem fetten Orchester im Hintergrund eine echt hammer Show spielen könnten (in etwa so wie Trans-Siberian Orchestra). Die Musik gäbe es zumindest her.

Dann - endlich - nach einer weiteren Umbaupause betreten ORDEN OGAN die Bühne! Bestens gelaunt und so auch heiter und lustig aufgelegt freuen sich die vier Arnsberger über das erste Konzert der ersten eigenen Headline-Tour. Was für ein Wahnsinn!
In vergangenen Supportshows und Festivalauftritten konnten sie bereits von ihrem Können einige Fans an Land ziehen und so musste es natürlich auch kommen, dass der Tourauftakt ein voller Erfolg wurde!

Der erste Song des Abends kam vom gleichnamigen "Ravenhead"-Album und sorgte sofort für eine bombastische Stimmung. Ein bunter Strauss Melodien von Anfang bis Ende der Diskografie erfreute das Fanherz. Das gepaart mit einigen netten Anekdoten aus dem Leben der Band auf und hinter der Bühne rundete den Abend ab. Nebst den bekannten Liedern, die immer wieder gerne gespielt und gehört werden, gab es auch einige Live-Premieren wie zum Beispiel "The Lake", dem Lied, in dem es um die (Zitat) "nasse Schlampe aus dem See" geht. Gefolgt von "The Black Heart". Später spielten Orden Ogan noch "The Ice Kings" und als erste Zugabe "Evil Lies In Every Man".

Die Fans - mindestens so euphorisch wie die Band selbst - feierten als gäbe es kein Morgen mehr. Den absolut krönenden Abschluss bildeten dabei "F.E.V.E.R." und "Things We Believe In". Hier konnte die Stimmung nicht besser und lauter sein. Was für ein Fest!

(Sarah Jacob)

Orden Ogan Setlist:

01. Ravenhead
02. Land of the Dead
03. We Are Pirates
04. The Lake (live premiere)
05. The Black Heart (live premiere)
06. Sorrow Is Your Tale
07. Deaf Among the Blind
08. To New Shores of Sadness
09. The Ice Kings (live premiere)
10. F.E.V.E.R.
11. Here At The End Of The World
12. The Things We Believe In
Encore:
13. Evil Lies in Every Man (live premiere)
14. Mystic Symphony