HELLOWEEN - 2016-02-06 - Oberhausen, Turbinenhalle (D)

Support: Rage, C.O.P. UK

Noch draußen vor den Toren der Turbinenhalle auf den Einlass wartend, konnten wir in der Halle bereits erste laute Klänge hören. Sollten C.O.P. UK doch zu früh angefangen haben? Tatsächlich, verpassten wir den Beginn des ersten Songs. Da es in der Halle aber noch nicht sehr voll war, konnten wir schnell unseren Platz in der Menge finden.

Das Sechstett aus Sheffield/UK konnte schon von Beginn an eine super Stimmung erzeugen und tat damit das, was man als Warmup zu machen hat - der Menge einheizen und die Fans ordentlich auf touren bringen! Dies klappte auch auf Anhieb recht gut. Der Melodic Metal der Inselbewohner kam beim Publikum sehr gut an und verlangte nach mehr.

 

Setlist: The Core, Catch Me If You Can, My Blood, Stranger Than Fiction, One In A Million, Accident Happens, Even Here

Bei Rage erwarteten die Fans sicherlich schon eine hammer Show! Denn diese feierten was das Zeug hielt und das spiegelte sich natürlich auch im Auftreten von "Peavy", Marcos und "Lucky" wieder. Ob zu "Black In Mind", "Down" oder "Don't Fear The Winter", kaum eine Pommesgabel blieb in der Hosentasche versteckt. Besonders langgezogen wurde dann der letzte Song "Higher Than The Sky", der sich geradezu dafür anbietet. Nach dessen Ende gab es noch "Zugabe-Rufe" welche allerdings leider nicht erfüllt werden konnten. Der Zeitplan ist bei Konzerten ja auch meistens recht eng. Beim nächsten Mal vielleicht. Trotzdem spielten Rage eine tolle Show!

 

Setlist: Black in Mind, Sent by the Devil, End of All Days, Back in Time, Down, My Way, Until I Die, Don't Fear the Winter, Higher Than the Sky (mit "Sweet Home Alabama")

Zuerst wurde nun das bombastische Bühnenbild enthüllt. Danach ertönte das Intro "Walls Of Jericho" und die Helloween stürmten zu "Eagle Fly Free" die Bühne! Die Fans flippten sofort aus und schüttelten das Haupthaar. Weiter ging es mit "Dr. Stein" - eigentlich recht ungewöhnlich, dass eine Band die Konzerte mit alten Hits beginnt, statt Songs aus dem aktuellen Langspieler. Diese sollten aber nicht lange auf sich warten lassen und so wurde der Titeltrack von "My God Given Right" zum Besten gegeben. Ein bestens aufgelegter Andi Deris sorgte für die nötige Stimmung zur Show und die Band hatte ebenfalls sichtlich Spaß an der Show. Hier und da anfänglich mit etwas versteinerter Mimik, das sollte sich aber auch rasch ändern. Markus Grosskopf wirbelte über die Bühne und machte faxen, während er die Plektren von Klampfer Sascha Gerstner zu kicken versuchte.

Musikalisch insgesamt eine solide Veranstaltung, die allen anwesenden einen riesen Spaß bereitete.

Songs gab es einmal quer durch die Diskografie von alt nach neu und alle wurden gebührend gefeiert! Was ebenfalls positiv zu erwähnen ist: es wurde mit dem Publikum kommuniziert! Für mich ein sehr wichtiger Punkt einer Show, der bei einigen Musikern mittlerweile ins vergessen geraten zu sein scheint.

Macht weiter so, Helloween, dann sehen wir uns bestimmt bald wieder!

(Sarah Jacob)

 

Setlist: Walls of Jericho (Intro), Eagle Fly Free, Dr. Stein, My God-Given Right, Steel Tormentor, Mr. Torture, Waiting for the Thunder, Straight Out of Hell, Heroes, Drum Solo, Where the Rain Grows, Lost in America, Power, Forever and One, (Neverland), Halloween / Sole Survivor / I Can / Are You Metal? / Keeper of the Seven Keys, Before the War, Future World, I Want Out, A Tale That Wasn't Right (Outro)