STRATOVARIUS - 2015-11-06 - Köln, Essigfabrik (D)

Support: Divine Ascension, Gloryhammer

Der Abend begann mit den Australiern von DIVINE ASCENSION. Female-Fronted-Prog war zu erwarten. Es ist war noch nicht wirklich viel los zum Beginn um 20 Uhr, doch die Band brettert ihre Musik gen Fans und man merkte ihnen an, wie viel Spaß sie auf der Bühne haben. Sängerin Jennifer Borg hüpfte und tänzelte von rechts nach links und wieder zurück über die Bühne und erfreute sich an ihrem Auftritt.
Das Maskottchen Scratch war  ebenfalls mit von der Partie und bewachte, auf dem Keyboard sitzend, das Bier der Band. Vor dem letzten Song wurde kurz "The Final Countdown" angespielt, bevor es dann mit dem letzten Track des Abends zu Ende ging. Eine ordentliche, aufstrebende Band aus Down Under. Die Nennung des Headliners vor dem Support ist mir auch neu, aber es konnte ja auch sein, dass die Running Order verdreht wurde. Waren also DIVINE ASCENSION der heimliche Headliner? Hier unterlief Frau Borg wohl ein kleiner Faupax, den man auf Grund einer sonst guten Show allerdings ignorieren konnte.

Als nächstes waren GLORYHAMMER an der Reihe. In einer Welt aus glänzenden Space-Outfits und Einhörnern, Dachen, Goblins sowie... Hämmern (!) fanden sich die Mannen aus allen möglichen internationalen - verzeihung - intergalaktischen Orten zusammen um diese Geschichten auf dem Planeten Erde zu verbreiten. Man konnte fast meinen, es hier schon mit einem Headliner zu tun zu haben, da Rampensau und Sänger Thomas Winkler die Meute mit seiner Präsenz zum sprudeln brachte. Mit der ein oder anderen kurzen Einlage, brachten sie zu ihrer Musik auch noch eine Art Theater auf die Bühne und die Fans gehorchten. Eine mega Stimmung von Anfang bis Ende!

Der Abend gipfelte dann mit den Finnen von STRATOVARIUS. Wer die Band kennt, der weiß, dass er hier erstklassige Gesänge und Musik zu hören bekommt. So sollte es auch sein. Nach einem kurzen Intro ging es auch schon mit "My Eternal Dream" los.

Da es sich hier bei allen Bandmitgliedern um sehr gute Musiker handelte, durfte auch jeder mal ein Solo spielen. Im gesamten gehörten zur Setliste natürlich auch einige starke Songs vom letzten Album. So hörte das Hauptset auch mit "Unbreakable" auf. Nach einer kurzen Pause ging es dann mit "Forever" weiter und als krönenden Abschluß durfte man - wie immer - das allseitsbekannte "Hunting High And Low" natürlich nicht vergessen.

Sänger und Bandchef Timo Kotipelto war, wie seine Kollegen, bei bester Laune und hatte viel Spaß an der Show. Da er nun leider nicht die größte Rampensau ist, konnte er die Menge leider nicht mehr so mitreißen, wie es bei der Vorband der Fall gewesen war. Trotz aller Erfahrung in den Jahren als Sänger, sollte er sich hier ruhig noch mal ein Scheibchen von manch anderen abschneiden. Wahlweise kann man sich als Band auch langweilige Support auf die Bühne stellen, aber will das schon? Ansonsten war es auch wieder ein netter runder Abend mit sehr guter Musik und einem hohen Amüsement-Faktor.

(Sarah Jacob)

Setlist:

Intro
01. My Eternal Dream
02. Eagleheart
03. Phoenix
04. Lost Without a Trace
05. SOS
06. Bass Solo
07. Paradise
08. Against the Wind
09. The Lost Saga
10. Keyboard Solo
11. Black Diamond (incl. Drum Solo)
12. Unbreakable
Encore:
13. Forever
14. Shine in the Dark
15. Hunting High and Low