HAMMERFALL - 2015-01-18 - Köln, Essigfabrik (D)

Support: Orden Ogan, Serious Black


Die ausverkaufte Essigfabrik in Köln füllte sich bereits vor dem Beginn der ersten Band recht gut. Eine halbe Stunde vorher gab es nur noch einen ne handvoll Tickets, die dann auch noch schnell vergriffen sein sollten. Vor den Toren der Halle stand ebenfalls eine lange Schlange an wartenden Fans, die es kaum erwarten konnten, ins Warme zu kommen.

Pünktlichst um 20 Uhr begann die Show und SERIOUS BLACK kamen auf die Bühne. Gerade erst vor zwei Tagen erschien deren Debütalbum "As Daylight Breaks", welches von der Presse sehr gut bewertet wurde. Das sollte sich auch in der Show widerspiegeln. Leider fielen zwei der Musiker kurzfristig aus, sodass man befürchten mußte, die Termine würden abgesagt. Nix da! Es wurde schnell Ersatz in Form von Rami Ali (Freedom Call) an den Fällen und Bob Katsionis (Firewind) am 6-Saiter gefunden. Diese Gastspieler lieferten auch eine sehr gute Show ab. Die Töne saßen wo sie sollten und so gefiel die Show auch den Fans, wenn auch die Band bei einigen noch unbekannt war.

Nach einer kurzen Pause ging es mit ORDEN OGAN weiter. Die Power/Folk Metal Formation aus Arnheim sorgte von Beginn an für gute Laune und heizte dem Publikum ordentlich ein. Das kontinuierliche "böse gucken" funktionierte allerdings nicht wirklich. Mit geilen Riffs und sympathischer Ausstrahlung spielte sich die Band in die Herzen der Leute und auch Sänger Sebastian "Seeb" Levermann musste immer wieder schmunzeln ob des guten Anklangs bei den Fans. Durch den Hinweis auf den winkenden, netten Merch-Mann und dem daurauffolgenden kollektiven Umdrehens aller Leute entstand noch spontan die Idee, auf Wacken mal einen Song vor'm komplett umgedrehten Publikum zu spielen. Ich werde das im Auge behalten! Da kommt ihr nun nicht mehr drum herum.

Um 22 Uhr kamen nun die, auf die alle gewartet haben. Das Intro erklang und HAMMERFALL enterten zu "Hector's Hymn" die Bühne. Die Fans flippten sofort aus und feierten ihre Idole. Die Band spielte sich durch die ganze Diskografie und dabei auch die üblichen vier Tracks ("Hector's Hymn", "Bushido", "Live Life Loud" und "We Won't Back Down") des aktuellen Albums. Man sah der Band die komplette Show über an, dass sie total bock auf die Konzerte haben und genauso gaben sie auch alles, eine geile Show hin zu legen!
Der sehr gut gelaunte Sänger Joacim Cans war voll bei Stimme und so musste ich zwischenzeitlich tatsächlich überlegen, ob er live sang oder ob es Playback war. Hier und da kam tatsächlich der ein oder andere Ton vom Band, aber im Hinblick auf die gesamte Show, war das nicht der Rede Wert.

HAMMERFALL ließen die Wände wackeln und rockten die Halle ordentlich runter. Ein Höhepunkt von Anfang bis Ende - totaler "Konzertübergasmus"! Die vollgepackte Ladung Charme, Humor und Professionalität sorgen für eine rundum gelungene Show. Einziges Manko für mich: das "400 Meter Medley" hätte man sich genauso schenken können, wie die ansonst immer mal wieder beliebten Instrumentensoli. Dass die Musiker spielen können, wissen wir, sonst würde man die Konzerte nicht besuchen. Statt dessen hätte man hier noch mal einen Song spielen können. Aber in Anbetracht der Leistung, sei Frontsau Joacim die Pause gegönnt. Ich freue mich schon auf die nächsten Auftritte/die nächste Tour oder das ein oder andere Erscheinen bei den Festivals im Sommer. HAMMERFALL haben es noch immer drauf!

(Sarah Jacob)