XANDRIA - 2014-11-29 - Finnentrop, Sporthalle (D)

Support: Diabulus In Musica, The Colts, Dead Memory

Als ich las, dass XANDRIA zum Jahresende nocheinmal ein paar Konzerte in Deutschland geben wollten, musste ich natürlich gleich nachsehen, ob sie nochmal in meiner Umgebung spielen würden. Finnentrop sollte es dann sein... Okay, nicht ganz die Nähe, aber machbar.

Als ich dann in den Ort kam, hieß es erstmal Venue suchen. Ausgeschildert war hier nichts also konnte ich nur hoffen viele Menschen an einem Fleck zu finden und dort dann auch richtig zu sein. Nach ein paar Umwegen und etwas hin un her fahren hatte ich es dann auch endlich gefunden um dann mitgeteilt zu bekommen, es ist keinerlei Presse vermerkt worden, aber "wir bekommen das schon hin".

The Colts
The Colts

Im Sommer 2013 standen DEAD MEMORY das erste Mal gemeinsam im Studio. Das Quartett aus dem Pott setzt bei seiner Musik auf geradlinigen Rock statt Schischi und Schnörkel. Noch etwas verhalten wirkten die einzelnen Bandmitglieder als es dann auch endlich los ging. Die noch sehr überschaubare Anzahl an Gästen wippte immer mal wieder mit dem Kopf aber so richtig Sprang der Funke leider nicht über.


Nach einer kurzen Pause gab es etwas mehr Power und Action von der Bühne. THE COLTS haben starke Einflüsse von 70er Rock Bands und kommen auch mit dem Led Zeppelin Klassiker "Rock n Roll" bei den Zuschauern sehr gut an. Die komplette Setliste ist musikalisch sehr von dieser Stilrichtung geprägt und man könnte meinen, Sänger Benni Bazooka ist ein direkter Nachfahre von Robert Plant. Zumindest kommt bei der Bühnenshow eine ähnliche Energie ins Publikum, sodass die Fans mitgerissen werden.

Von DIABULUS IN MUSICA bin ich leider ein wenig enttäuscht. Nach dem Intro "Et Resurrexit (Libera Me)" kam die Band auf die Bühne und spielte als ersten Song "Hidden Reality", gefolgt von "Lies In Your Eyes". Zum Abschluß spielten sie "Blazing A Trail". Nach insgesamt acht Songs plus Outro ("Horizon") war die Show auch schon wieder vorbei. Die gesamte Band war während dem Aufrtitt nicht sehr präsent auf der Bühne, wenn auch musikalisch und gesanglich voll auf der Höhe. Die Fans bekamen typischen Female-Fronted-Metal geboten. Vermutlich war die Band aus Spanien etwas eingeschüchtert, dass kaum Besucher zum Konzert kamen. Zu diesem Zeitpunkt schätzte ich etwa 130 Leute...

Beim Headliner XANDRIA wurde es dann doch noch ein wenig voller - vermutlich aber trotzdem nicht mehr als 300 Leute - wenn auch das noch ziemlich zu wünschen übrig lies. Dianne & Co liessen sich aber nicht davon beirren und lieferten wieder höchst enthusiastisch und professionell ihre Show ab. Dianne legte sich gesanglich voll ins Zeug und hüllte die Besucher in die Welt der Songs ein. Auch hier gab es wieder ein Intro: "Destiny Of Mankind". Die Show, beginnend auch wieder mit "Nightfall" spielte die Band insgesamt gleich sieben Titel aus dem aktuellen Album "Sacrificium" ("Dreamkeeper", "Until The End", "Sacrifisium", "Come With Me", "The Undiscovered Land" und "Soulcrusher"). Daneben gab es noch "Blood On My Hands", "Ravenheart" und ein paar weitere Songs aus der Historie der Band, die Dianne allesamt sehr gut an den Mann bringen konnte. Für mich ist sie die perfekte Sängerin für diese Band.


Und nach den Show kann man am Merch-Stand in der Regel auch immer noch Stücke aus ihrer Schmuckcollection erwerben, die sie unterwegs im Tourbus bastelt. Ich freue mich jedenfalls schon auf weitere Auftritte und Alben der Band die für meinen Geschmack mit ihrer neuen Frontfrau auch einen neuen Aufschwung bekommen hat.

(Sarah Jacob)