OVERKILL - 2014-11-14 - Köln, Essigfabrik (D)

Support: Darkology, Enforcer, Prong

Um kurz vor 19 Uhr an der Essigfabrik angekommen musste ich leider feststellen, dass aus der Halle schon zu laute Musik für eine Wartezeituntermalung gespielt wurde. Laut Webseite sollte der Einlass um 19 Uhr und Beginn um 19.30 Uhr sein.

 

DARKOLOGY hatten ihre Show also schon angefangen, was laut Info der netten Security aber tatsächlich so geplant war. Die meisten Leute hatten vermutlich die gleichen Zeiten wie ich als Richtlinie, denn die Band musste leider vor einer fast leeren Halle spielen. Trotz des "Proberaum mit Zuschauer"-Flairs gaben die Prog Metaller aus Dallas ihr Bestes und konnten mit ihrer Musik auch einen Großteil der Besucher begeistern.

Mit ENFORCER kam ein Act auf die Bühne, der den puren Heavy Metal, á la den ganz frühen Iron Maiden Songs, lebt und einen starken Speed Metal Einschlag hat. Die Schweden legten auch gleich brachial mit "Mezmerized By Fire" aus dem aktuellen Album "Death By Fire" los. Daneben wurden zum Beispiel auch noch "Take Me Out Of This Nightmare", "Scream Of The Savage", "Death Rides This Knight" und "Run For Your Life" gespielt. Die Band heizte ordentlich ein und war - rückblickend gesehen - mein Favorit an diesem Abend.

Nun betraten die New Yorker von PRONG die Bühne. Mit Songs wie "For Dear Life", "Beg To Differ" und "Unconditional" konnten sie die Köpfe heftigst fliegen lassen. Sänger Tommy Victor beschimpfte auch noch einen Gast, der nur mit seinem Smartphone beschäftigt war und die Band überhaupt nicht beachtete. Man könnte sogar sagen, das war zu Recht. Wer von der Band insgesamt noch nicht so viel gehört haben sollte, dem sagte aber sicherlich der vorletzte Song etwas: "Snap your fingers, snap your neck" brachte den Moshpit noch mal richtig zum kochen. Mit "Power Of The Damager" verabschiedete sich die Band, deren Show hier und da auch mal etwas langatmig rüberkam. Allerdings muss man auch noch mal einen Respekt an das super schnelle Gitarrenspiel aussprechen. Die Noten flogen nur so durch die Halle, so schnell konnten sich viele überhaupt nicht bewegen.

OVERKILL - die New Yorker Old School Thrasher - begeisterten die Fans natürlich sofort als sie die Bühne betraten und verausgabten diese bis ans Äußerste. Ab und an konnte man auch einen Crowdsurfer sehen, dies blieb jedoch eher eine Ausnahme - ganz zur Freude der Security. Die Band überzeugte mit einer energiegeladenen Show, die neben der musikalischen Power auch eine gelungene Lichtshow mit sehr vielen Stroboskop-Einsätzen darbot.

Die Setlist bestand insgesamt aus sechzehn Titeln, angeführt von "XDM" und "Armorist" aus dem neuen Album "White Devil Armory". Dazu gab es auch noch Songs wie "Overkill", "Rotten To The Core" und "Hello From The Gutter". Als letztes Stück und somit Rauswerfer des Abens spielten OVERKILL den allseits beliebten Song "FUCK YOU".

Generell wurde von Sänger Blitz viel geflucht und das er die verbale Fäkalsprache beherrscht, ist ja nun auch nichts Neues, aber das gehört auf Konzerten dieser Band eben einfach dazu.

(Sarah Jacob)