AXEL RUDI PELL - 2014-09-21 - Köln, Essigfabrik

Support: Rebellious Spirit

Wieder einmal wurde es laut in der kölner Essigfabrik.

Den Anfang der Show machten die jungspunde von Rebellious Spirit.

Gerade erst aus den musikalischen Windeln geschlüpft, brachten die vier Musiker aus dem Süden Deutschlands im letzten Jahr ihr Debutalbum "Gamble Shot" auf den Markt. Im Februar diesen Jahres waren sie dann auch schon beim ersten Teil der Pell'schen Into The Storm Tour mit an Board und so freute man sich sehr, dass diese Konstellation auch beim zweiten Part der Tour wieder stimmig die Bühnen Europas rockt!

Mit im Gepäck hatten das Quartett das neue Album "Obsession" (VÖ: 19.09.2014) von dem natürlich auch ein paar Songs gespielt werden mussten.

Insgesamt sorgte Sänger und Gitarrist Jannik Fischer schon ganz gut für Stimmung beim Publikum, jedoch hätte ich mir etwas mehr Einsatz von dessen Bruder Jens Fischer und dem zweiten Gitarristen Corvin Domhardt gewünscht. Also los Jungs, legt die Schüchternheit ab! Das klappt doch schon alles ganz ordentlich. Silvio Bizer trommelte auch recht zufriedenstellend auf seinem Drumkit daher und so lässt sich im Prinzip nicht sehr viel an der Showeröffnung meckern. Es fehlt zwar noch etwas mehr Erfahrung bis die Band in Gänze sicherer auf der Bühne wird, aber schließlich wurde hier auch niemand ausgebuht oder ähnliches, daher können Rebellious Spirit doch sehr zufrieden sein. Es ist sicherlich noch ausbaufähig, aber die Meister der Musik fallen eben nur höchst selten vom Himmel.

 

In der Umbaupause kämpfte man sich durch die vermutlich fast, oder sogar gänzlich, ausverkaufte Halle nach vorne. Es überkam einen das leichte Gefühl einer Ölsardine in der Büchse. Zum einen, weil es tatsächlich so eng war und dabei wird es bekanntlich auch sehr, sehr warm und schwitzig. Aber wir sind ja Hard Rock / Metal und nicht "schischi", also los!

 

Als nächstes betrat dann endlich die Band rund um Chef Axel Rudi Pell das Parkett.

Einleitend mit "The Inquisitorial Procedure" erklangen gleich darauf die ersten Töne von "Burning Chains". Beides Songs des aktuellen Albums "Into The Storm". Die Menge tobte und erhob die Pommesgabel in die Lüfte. Im Anschluß folgte der Klassiker "Nasty Reputation", dem Titelstück des gleichnamigen '91er Silberlings. Insgesamt bildete die Setliste eine bunte Mischung aus Altem und Neuem, Rockigerem und Langsameren und konnte so bei allen Fans gut landen. Mir persönlich fehlten da die absoluten Tophits wie "Tear Down The Walls", "Touch The Rainbow", oder auch "Earls Of Black". Aber man kann ja nicht alles haben. Die Show war trotzdem ein Highlight! Sänger Johnny Gioeli fegte fortwährend wie ein Wirbelwind über die Bühne, Axel bewies mit dem ein oder anderen Solo sein Können und natürlich durfte auch das Drumsolo von Bobby Rondinelli nicht fehlen.

Ein absolut rund um stimmiger Abend mit sehr guter Musik! Ich freue mich bereits auf das nächste Album und somit die nächste Tour!

(Sarah Jacob)