BUTCHER BABIES - 2014-02-28 - Bochum, Matrix (D)

Support: Nancybreathing

Ich wusste bis dato noch gar nicht, dass im Rockpalast der Bochumer Matrix auch Konzerte veranstaltet werden. An sich finde ich die Location in der Tube auf Grund des schlechten Sounds (wenn man hinten steht) oder der schlechten Luft (wenn man vorne steht) schon recht.... unangenehm, aber ich wollte mich überraschen lassen, was in diesem anderen Disco-Raum so machbar ist.

Sehr verwundert war ich allerdings auch nicht, dass hier keine richtige Bühne aufgebaut wurde und die Bands so auf Augenhöhe mit den Fans stehen sollten.

Als Opener traten die Gladbecker NANCYBREATHING auf. Außerhalb des Ruhrgebiets wohl noch relativ unbekannt, brachten sie aber wohl die meisten Fans an diesem Abend mit. Zumindest hatte man diesen Eindruck. Der ein oder andere Besucher trug sogar ein Bandshirt von ihnen!

Als es dann los ging waren die meisten Leute erst noch recht verhalten, was sich aber schnell änderte. Sänger Christian ist definitv eine Rampensau, der es versteht, die "Menge" anzuheizen und in Bewegung zu bringen.

Zu hören gab es alternativen NuMetal, ganz im Stile von Limp Bizkit und Co. Hier und da noch ein paar shouts dazwischen unterstützt von Vocal-effects. Insgesamt recht ordentlich gemacht, was ich den Jungs anfangs nicht unbedingt zugetraut hätte, wirken sie auf den ersten Blick doch eher wie eine 90er Jahre-Highschool-Movie-Band. Aber ich denke, man wird bestimmt noch mehr von ihnen hören. Weiter so, Jungs!

Klein aber Oho! Das beschreibt die Mädels und Frontfrauen der BUTCHER BABIES, Heidi Shepherd und Carla Harvey wohl sehr treffend! Nach dem Intro "Butcher Baby" der Band "The Plasmatics" enterte die Band die Minibühne und legte auch gleich mit dem ersten Kracher des Debutalbums "Goliath" so richtig los. "I Smell A Massacre" schlug auch gleich ein wie eine Bombe und die beiden Ladies sprangen und bangten über die Bühne. Man merkte recht schnell, dass die Location am Sound etwas zu wünschen übrig ließ, da dieser nur aus zwei kleinen Boxen kam... Zum nächsten Song "The Mirror Never Lies" und dem folgenden (Titel-)track "Goliath" pogten die Fans so heftig durch den kleinen Raum, dass der ein oder andere entweder auf einem der Fotografen oder sogar auf der "Bühne" landete. Hier griffen dann auch die Securities recht schnell ein.

Nebst weiteren Songs des Albums, wie "C8h18 (Gasoline)", "The Deathsurround", "In Denial" und "Magnolia Blvd." gab es auch ein paar Stücke, die nicht auf dem Langspieler zu finden sind ("Jesus Needs More Babies for His War Machine", "Mr. Slowdeath"). Diese hat die Band schon früher geschrieben, wie Heidi erzählte. Zum kurzen Einspieler "National Bloody Anthem" heizte die Sängerin die Besucher dazu an, den Text mit der Band mitzuschreien ("There's Blood Everywhere!") und die beiden hielten währenddessen ihre Mikrofone ins Publikum. Den einen freut's, den anderen stört's - ich finde es super, wenn die Band die Besucher so in die Konzerte mit einbezieht.

Als Zugaben wurden dann noch "Dead Poet" und "Axe Wound" gespielt und die Fronterinnen verkündeten, dass sie anschließend noch im Bistro sein und Autogramme geben und für Fotos zur Vergügung stehen würden. So war es dann auch. Heidi Shepherd, Carla Harvey und Henry Flury waren kurze Zeit später da, unterhielten sich mit den Fans und nahmen sich tatsächlich viel Zeit für alle anwesenden.

Als Fazit lässt sich sagen, dass guter Metal(core) ja bekanntlich schon länger auch von Frauen gemacht wird und die beiden Fronterinnen der BUTCHER BABIES sich in diese Riege sehr wohl verdient einreihen. Sie können neben "sexy sein" auch noch sehr gute Musik abliefern. Die Töne saßen, wenn auch Heidi sehr krank war und das ein oder andere Mal eher ein Quietschen oder Pfeifen neben den Screams zu hören war, hat sie eine absolut tolle Show abgeliefert. Daneben musste sich Carla auch keineswegs verstecken. Das aus so kleinen Frauen so gewaltige Töne kommen, verdient auf jeden Fall Respekt!

Des einen Freud ist des anderen Leid. Für Fotografen sind solche Power geladenen Shows etwas anstrengend, aber das macht die Stimmung natürlich umso besser. Es war ja schließlich ein Metal Konzert und kein Opernabend!

Für meinen Teil kann ich sagen, dass die Band einen neuen, großen Fan gewonnen hat und ich hoffe auch, dass sie sehr bald wieder nach Europa kommen und unsere Bühnen rocken werden, denn die Konzerte machen einfach nur Spaß!

(Sarah Jacob)

 

BUTCHER BABIES online:

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NANCYBREATHING online:

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Setlist NANCYBREATHING

01. Back To Zero (Rainbow)

02. Together We Are Broken

03. Freefall

04. Minutes And Adrenaline

05. Free Inside

06. Falling Away

07. Crawl/Jump/Break

Setlist BUTCHER BABIES

01. Intro (Butcher Baby by The Plasmatics)

02. I Smell a Massacre

03. The Mirror Never Lies

04. Goliath

05. C8h18 (Gasoline)

06. Jesus Needs More Babies for His War Machine

07. National Bloody Anthem

08. Mr. Slowdeath

09. The Deathsurround

10. In Denial

11. Magnolia Blvd.

Zugaben:

12. Dead Poet

13. Axe Wound