Zugegeben, die beiden Supportbands des Abends sagten mir zu Beginn überhaupt nichts.

Die erste Band, Dark at Dawn, klingen musikalisch sowie stimmlich sehr nach Rage. Als erster Act ist es immer schwierig das Publikum anzuheizen; die sauberen Gitarrenklänge sowie der auf den Ton getroffenen Gesang haben das allerdings recht gut getan. Den Schluss des Auftritts bildete eine Cover-Version des Chris DeBurgh-Klassikers "Don't Pay The Ferryman" die überraschend gut umgesetzt wurde.

Ich werde mich zu dieser Band jedenfalls schlau machen und weiter auf dem Laufenden halten. Wer die Möglichkeit bekommt, sollte sich ein Konzert nicht entgehen lassen.

Weitermachen bitte!

Die zweite Band des Abends war schon optisch etwas ganz anderes. Wer in dieser Hinsicht eher auf die 80er Jahre steht: es lebe Spandex! In diesem Outfit können sich Alpha Tiger mit den großen Bands des 80er Jahre Hairmetal einreihen. Die Musik wurde sauber gespielt und vom Gesamtpaket erinnerte mich die Band sofort an Halloween. Der Gesang kam für mich nicht so ganz klar und sauber rüber und der Sänger wirkte leider des öfteren gezwungen, als müsste er das Publikum um jeden Preis abholen und zum kochen bringen.Alles in allem eine gute Show die auch bei den Besuchern anklang gefunden hat.
Hier wurde die Show ebenfalls mit einer Coverversion beendet. Diesmal mit einem szenemäßigen Equivalent: "Riot - Flight Of The Riot".

Der Hauptact des Abends, W.A.S.P., kam leider ein paar Minuten zu spät auf die Bühne. Die Fans tobten und erwarteten mit Freuden die bevor stehende Show.

Neben den Klassikern "Wild Child", "I Wanna Be Somebody" und "On Your Knees"  wurde unter anderem auch eine 30 Minuten Version - "The Crimson Idol (Medley)" - gespielt. Hierzu lief ein entsprechend langer Kurzfilm, der den Song mit ebenso ergreifenden Bildern untermalte wie den zuvor gespielten "The Headless Children". (hier eine Videoverlinkung zu einer recht guten Aufnahme in Manchester (The Headless Children )

Das die komplette Show nur 1 1/2 Std. lief und das Publikum teilweise recht gelangweilt war, vorallem während dem 30 min Stück, war leider ebenso enttäuschend wie der viel zu laute und extrem übersteuerte Sound. Hier muss der Tontechniker wohl total geschlafen haben. Was man zwischen dem Krach aus den Boxen ab und an raushören könnte, war allerdings super gesungen und gespielt. Blackies Stimme klingt immer  noch unglaublich gut, für seine mittlerweile 56 Jahre.

Für das nächste Mal wünsche ich mir mehr Kaffee für den Techniker, denn WASP haben eine echt ordentliche Show abgeliefert. Ich freue mich schon auf die nächste Tour, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass es das nicht gewesen sein wird.

 

Rock on und vielen Dank für dieses Erlebnis! \m/

(von Sarah Jacob)