Bandvorstellung: SpiteFuel

Es war einmal eine kleine, beschauliche Stadt namens Heilbronn, im Norden Baden-Württembergs. Hier, in Mitten von Kirchen, Museen, Parks und kleinen Häuschen, tat sich etwas dunkles und furchteinflößendes auf.

Im Jahr 2016 begann die Erde zu beben, dunkle Wolken zogen auf und es braute sich ein gewaltiger Sturm zusammen, der.... ach... drauf geschissen! Im Jahr 2016 erblicke eine neue Band das Licht der Welt und wurde auf den Namen SpiteFuel getauft! Seither ist schon einiges passiert und der Motor dreht sich unaufhaltsam immer weiter und weiter. Nach einigen Live-Auftritten und dem Release der Vorabsingle "Sleeping With Wolves" Ende November erscheint in Kürze das erste Album "Second To None". Wir haben bereits rein hören dürfen und eine entsprechende Review veröffentlicht. Die gesamte Presse-Kollegschaft ist sich einig: SpiteFuel werden so schnell nicht mehr aus der Musikwelt verschwinden! Ein Grund mehr, die Band einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und sie dem Rest der potentiellen Fangemeinde näher zu bringen.

Grundsätzlich interessiert uns hier erst mal, wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Musikern und wie lange bzw. woher sie sich eigentlich kennen. Dazu hat Tobi - seines Zeichens Gitarrist - erzählt: "Wir kennen uns seit einem Strangelet-Gig 2013, da war Timo da und wir haben uns gleich super verstanden. Timo und Björn kennen sich von Devil’s Darling schon seit 2009. Wir haben uns angefreundet und als unsere jeweiligen Bands in die Brüche gingen war da ganz schnell klar wir haben richtig Bock was zusammen zu machen! Wir harmonieren super und haben richtig Dampf im Kessel, das Zusammenspiel der beiden Gitarren ist einfach der Wahnsinn und dazu der Punch von Björn an den Drums gespickt mit den Vocals von Stefan." Diese Harmonie innerhalb der Band macht sich auch bei den Auftritten immer wieder bemerkbar. Es herrscht eine Einigkeit und Gesamtheit, die sich in der Musik (ob auf Platte oder Live) widerspiegelt.

 

Neue Band - neuer Name. Soweit so klar. Aber wie sticht man heutzutage noch aus der Masse hervor? In Zeiten, in denen viele Metalbands irgendwas mit "Power", "Steel", "Blood", "Suicide" & Co. heißen, fiel die Entscheidung recht schnell auf SpiteFuel. "Nach dem Ende der Vorgänger-Bands gab es ein erstes Meeting, bei dem auch Markus (Rösner, MDD Records) zugegen war. Markus war die erste „externe“ Person, die ich informiert hatte, da ich seinen freundschaftlichen und sachlich meist entwaffnend ehrlichen Rat sehr schätze", verriet uns Stefan (Vocals). "Er war es auch, der meinte, wir MÜSSEN weitermachen, und zwar ohne inne zu halten. Beim Meeting hatten wir dann null Plan oder Konzepte... bis auf DASS wir weitermachen, hahaha! Der Name entstand also in der Tat ganz spontan, er klingt kraftvoll, sieht optisch geil aus und durch das Wortspiel beinhaltet er auch eine gewisse Zweideutigkeit. Perfect match also!" Der neue Name war also gefunden, aber wie sollte es jetzt weitergehen? Viele Köche verderben den Brei. Fünf Leute, mit verschiedenen Lebenserfahrungen... das könnte Kompliziert werden, auch wenn man sich noch so gut versteht. Da stellt sich die Frage nach der Stilrichtung von SpiteFuel. Konnte man sich hier im Vorfeld schnell abstimmen, oder gab es vielleicht sogar Meinungsverschiedenheiten mit Androhung von Folter? "Wir haben alle unterschiedliche Einflüsse, die man auch durchaus raus hört. Das ist auch der Hauptbestandteil der Vielfalt unserer Musik. Aber im Großen und Ganzen hören wir alle (auch) Rock und Metal. Daher musste niemand überzeugt werden und es war klar, dass wir den Stil der beiden Vorgänger Bands verschmelzen und unseren eigenen Sound entwickeln.", so Tobi. Und Stefan schob noch folgende Anmerkung hinterher: "Schnittstelle = Hard Metal, hahaha! ^^"

So fanden sich in Heilbronn die Zutaten zu einem Neuanfang recht schnell zusammen. Nun musste man diese nur noch in die Tat umsetzen. Und wie ginge das besser, als mit einem Debütalbum? Widmen wir uns nun dem kommenden Release "Second To None". Hier interessiert uns natürlich, wie lange die Band an diesem Meisterwerk gearbeitet hat. "Der Zeitraum ist schwierig einzugrenzen. Als SpiteFuel selbst haben wir von Mai bis Anfang November an der Platte gearbeitet. Da haben wir angefangen die Songs einzustudieren, noch auszubauen und zu verfeinern bis wir dann Mitte Oktober für zwei Wochen ins Studio sind, um alles auf Platte zu bannen.", berichtet Tobi. "Teilweise gibt es die einzelnen Songs aber schon viel länger. Der von Timo geschriebene Song 'Devil’s Darling' ist zum Beispiel von 2011 und wurde dann nur nochmal überarbeitet und Stefan hat einen neuen Text beigesteuert. Genauso das 2014 geschriebene 'Regrets'.

Die restlichen von mir geschriebenen Songs wurden zum Großteil im Laufe des Jahres 2015 geschrieben - also quasi nach der 'First Bite' von Strangelet habe ich direkt weitergemacht Songs zu schreiben. Im Bandkontext haben wir die Songs dann noch frisiert und mit den Texten von Stefan, die teils auch schon länger existieren, versehen. Allerdings entstehen auch jetzt schon hinter den Kulissen neue Songs, sodass wir nach der am 7. April erscheinenden „SECOND TO NONE“ auch direkt weitermachen können. Aber da will ich jetzt nicht zu viel verraten, denn es wird jetzt erst mal genug Arbeit auf uns zukommen mit der aktuellen Platte."

 

"Second To None" wurde in Troisdorf bei Bonn (südliches NRW, also eher in Metalmieze-Redaktions-Nähe) aufgenommen. Nicht direkt um die Ecke von Heilbronn - um genau zu sein: gar nicht! Für diese Strecke überquert man ganze drei (!) Bundeslandgrenzen... Die beiden Orte trennen fast 300 Km, da stellt sich die Frage, wie eine Band aus BaWü an dieses Studio kommt. "Hmmmm, weil der Martin (Buchwalter) einfach ne geile Sau ist! Grins!", so Stefans erstes Statement. "Der Markus brachte bei der Wahl des Studios den Martin ins Spiel, da dieser nicht nur Produzent ist, sondern auch Drummer bei „Perzonal War“ und „Fall Of Carthage“, und letzt Genannte sind ebenfalls bei unserem Label MDD Records unter Vertrag. So kam ein „Schnupper-Demo“ zustande und allen Beteiligten war sofort klar, dass man zusammen die CD eintrümmern wollte! Love at first sight!"

Das Album ist nun also geschrieben, aufgenommen und abschließend veredelt. Beim letzten Gig konnte man es sogar schon am Merchstand kaufen. Die Presse ist - wie bereits erwähnt - durch die Bank weg positiv gestimmt und prophezeit eine große Zukunft für SpiteFuel. Ob die Band das aber auch so sieht? Tobi gibt sich ganz anspruchslos. "Ach, da sind wir ganz bescheiden. Bis jetzt haben wir nur `nen Tourbus, zwei Helis und für jeden einen Ferrari bestellt. Also alles noch im grünen Bereich."

Bei der ganzen Zeitinvestition in die Band plus Hauptberuf bleibt ja nicht mehr viel Zeit für ein Privatleben und Familie/Partner/Freunde. Tobi sieht hier aber überhaupt keine Probleme - im Gegenteil. "Wir werden super supportet von Freunden, Familien und Partnern. Das ist echt super! Mit der Band was zu machen heißt auch immer etwas mit Freunden zu unternehmen und oft sind da die Freundinnen auch dabei. We are one - SpiteHood!

Auch, dass viel Zeit dabei für die Band nach Feierabend eingeplant ist wird dabei super aufgenommen, da sind wir echt mega dankbar dafür, dass wir so viel Unterstützung erhalten."

 

Jetzt ist also alles unter Dach und Fach und SpiteFuel können anfangen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Was ist also als nächstes geplant? Ein paar Konzerttermine stehen ja schon an bzw. fanden schon statt. "Wir sind derzeit vollauf mit Promo fürs Album, Gigs rein schaufeln und Proben für ein zweites Album mehr als beschäftigt, smile!", so Stefan. "Das sollte die nächsten Monate reichen, haha! SpiteFuel laufen grad halt auf Vollgas, und diesen Schwung und diese Energie nehmen wir mit, solange das nur geht! Das ist der Shit den wir lieben und den wir mit aller Kraft vorantreiben werden! Right. Here. Now!"

 

Soviel nun also zu den Newcomern aus dem Schwabenland. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die Konzerte nicht entgehen lassen. Und nach den Konzerten kann man die Band auch immer nochmal auf ein Bier oder ein Schwätzchen treffen. Keine Angst, sie beißen nicht. Alles ganz liebe Jungs, die einfach richtig, RICHTIG viel Bock auf Metal haben, eine mega  Portion Ehrgeiz für die Karriere mitbringen und ein großes Herz für ihre Fans haben. Alle bestätigten Termine sind in den Tourdaten zu finden. Kauft Konzerttickets, kauf das Album, supportet die Musik - es lohnt sich!

(Sarah Jacob)