ROCK HARD FESTIVAL 2016 - 2016-05-13 - 15 - Gelsenkirchen

Der jährliche Pflichttermin an Pfingsten stand in diesem Jahr unter keinem guten Wetter-Stern.

Schon vor Einlass war es nicht besonders trocken und bevor die Bands anfingen regnete es auch nochmal ordentlich. Zum Glück find sich diese Feuchtigkeit relativ schnell wieder, sodass man auch mal wieder trocknen konnte. Kalt war es aber trotzdem, sodass viele der Gäste mit Jacken und Schals auf dem Gelände rumliefen. Aber genug zum Wetter, wir wollen uns mal mit den Bands beschäftigen.

SULPHUR AEON beinnen mit tiefen und düsteren Tönen und legen einen guten Auftakt zum ROCK HARD FESTIVAL 2016 auf die Bretter. Die bislang noch etwas überschaubare Anzahl an Zuschauern kam relativ schnell in Musik-Laune - vielleicht auch auf Grund der ersten Flüssignahrung - aber hauptsache feiern!

 

Als nächstes folgtrn die okkult Rocker aus Schweden von YEAR OF THE GOAT. Grundsätzlich etwas entspanntere Musik die leider nicht ganz meinen Geschmack trift, aber für alles gibt es eine Fangemeinde - so auch hier. Musikalisch können die Herren auf jeden Fall etwas und so lohnte es sich trotzdem bei der Show zuzugucken.

 

Der Name SATAN läst ja eigentlich auf böseste und schwärzeste Töne schließen, aber die Briten gehören tatsächlich schon seit 1979 zur NWoBHM! Ganz nach meinem Geschmack und auch live immer noch sehr gut und daher lohnenswert die Konzerte zu besuchen. Die Fans sind ebenso angetan und erfreuen sich an den Klängen der Gitarren und Drumms.

 

Mein heimlicher Headliner des Tages: DESTRUCTION! Auch schon alte Hasen im Thrash-Geschäft und trotz aller Jahre an Erfahrung keinen Deut gemütlich auf der Bühne! Shouter Schmier ist ein Hühne von einem Mann und brachte die Menge zum Toben! Ich natürlich irgendwann mitten drin. Hier muss man einfach Spaß haben! Das Highlight schlechthin: DESTRUCTION lassen bitten und Tom Angelripper der folgenden SODOM und der Sänger von Tankard geben mit der Band Venoms Klassiker "Black Metal" zum besten. Man könnte vor Freude sterben! Gänsehaut pur!

 

Nun der eigentliche Headliner und genauso wenig aus den Teutonic 4 wegzudenken: SODOM. Eben noch bei DESTRUCTION und nun beim eigenen Set zu genießen, bretterte Tom Angelripper mit dem Fans noch immer die volle Breitseite der Musi entgegen. Nun auch schon seit Anfang der 80er im Geschäft und keinen Schlag müder. Was für ein Brett!

Der Samstag musste aus gesundheitlichen Gründen leider ausfallen, dafür waren wir an Tag 3 wieder voller Elan am Start!

 

Mit DISCREATION wurde man - wie imemr eigentlich - erstmal zur Begrüßung des Tages angebrüllt. Harte Klänge und passend dazu ein fettes Organ des Shouters ließen diesen Tag sehr laut beginnen.

 

Mit BLACK TRIP - die mittlerweile V.O.J.D heißen - ging es dann etwas gemächlicher zur Sache. Guter Heavy Metal aus Schweden. Damit kann man nicht viel falsch machen. Sehr gut umgesetze Musik die Spaß macht und die Sonne strahlen ließ.

 

NIGHTINGALE war die nächste Formation aus Schweden, die rund um Mastermind und Alleskönner Dan Swanö seit 1995 die Musikwelt unsicher macht.

 

Folgend kamen, unter tosendem Applaus, die Sauerländer von ORDEN OGAN auf die Bühne. Nach einem nahezu kometenhaftem Aufstieg ist die Band von fast keinem Festival mehr wegzudenken. Mit gutem Power Metal und flotten Sprüchen vergeht die Zeit leider viel zu schnell und der Auftritt war schon wieder vorbei. Auch das Publikum war begeistert und forderte Zugabe. Aber das lässt ein Festivalplan leider nicht zu.

 

Das erste persönliche Sonntgshighlight: MOONSPELL - die Portugiesen verstehen es immer noch mit alten und aktuellen Songs das Publikum in ihren Bann zu reißen und weitere Fans zum "Wolfpack" hinzuzuziehen. Absoluter Klassiker der auf keiner Show fehlen darf war natürlich Vampiria, bei dem die Menge mitsingen konnte. Aber auch die Lieder der aktuellen CD Extinct kamen gut an.

 

Nach erneutem klassichem Heavy Metal von RIOT V der auch sehr gut abgefeiert wurde, wurde es wieder lauter und CANNIBAL CORPSE enterten die Bühne. Sofort ließ Sänger "Corpsegrinder" seine Matte kreisen und die Menge flippte aus!

 

Die Headliner und das absolute Festival-Highlight BLIND GUARDIAN versammelten noch ein letztes Mal das volle Amphitheater in Gelsenkirchen um dem ROCK HARD FESTIVAL einen gebührenden Abschluß zu bescheren. Eine absolut gelungene Setlist mit mega-geilen Klassikern und den Tophits des aktuellen Albums Beyond The Red Mirror ließen fast niemanden kalt und alle hatten einen riesen Spaß.

 

Insgesamt blieb alles friedlich und es gab keine größeren Auffälligkeiten. Für das Wetter kann ja niemand etwas und so bleibt einem nur zu wünschen, dass es im kommenden Jahr wieder besser und vorallem wärmer wird! Aber dann ist Pfingsten ja auch Anfang Juni - Daumen drücken angesagt!

(Sarah Jacob)