WACKEN OPEN AIR 2013 (D)

Bei der Anreise am Mittwochmorgen schien zunächst die Sonne, nachdem es die Nacht über so geregnet hatte, dass das Artist-Camp überschwemmt wurde. Darauf hin, wurden diese dann ebenfalls auf das VIP-Camp verfrachtet, wodurch alle etwas enger zusammengepfercht wurden.

 

Nichts desto trotz: erst mal Zelte aufschlagen und dann die Lage erkunden. Das Festivalgelände hatte natürlich noch nicht geöffnet, sodass man den langen Weg um das Gelände herum beschreiten musste um zum Partyzelt zu kommen. Pflichtprogramm ist natürlich ein Besuch bei Achims Bus. Zu späterer Stunde ging es dann noch in das Partyzelt zu Mambo Kurt. Trotz Dach über’m Kopf hieß es hier: Achtung Rutschgefahr!!

Hätte ich mir doch mal besser die Stiefel angezogen…


Tag 1 - 01.08.2013

Ab 17.15 Uhr auf der Black Stage schmetterten ANNIHILATOR eine Powershow von der Bühne bei der Songs wie der Klassiker „King Of The Kill“ natürlich nicht fehlen durften. Daneben gab es noch „Set The World On Fire“, „W.T.Y.D.“, „I Am In Command“ und zum Schluß „Alison Hell“.

 

Setlist: Smear Campaign, King Of The Kill, No Wa Out, Clown Parade, Set The World On Fire, W.T.Y.D., The Fun Place, I Am In Command, No Zone, Fiasco, Alison Hell;

 

Am späteren Abend gab es auch noch RAMMSTEIN zu bewundern. Hier fragten sich die Gäste: "Kommt er nun, oder kommt er nicht?" Und tatsächlich! Bei der Hälfte des Liedes Sonne, stand wirklich Heino mit auf der Bühne. Da ich es selber nur auf dem Zeltplatz hörte, kann ich zur Show an sich nichts sagen. Von Rammstein waren die Besucher begeistert, den kurzen Auftritt von Heino belächtelten die einen und die anderen fanden es eher lustig und/oder überflüssig...

 

Setlist: Ich tu dir weh, Wollt ihr das Bett in Flammen sehen?, Keine Lust, Sehnsucht, Asche zu Asche, Feuer frei!, Mein Teil, Ohne dich, Wiener Blut, Du riechst so gut, Benzin, Links 2-3-4, Du hast, Bück dich (Rammstein-Intro), Ich will, Mein Herz brennt (Piano Version), Sonne (mit Heino), Pussy;


Tag 2 - 02.08.2013

Auf der True Metal Stage begann um 19.45 Uhr die heiß ersehnte Show Schweden von SABATON wie gewöhnlich mit dem Intro „The March To War“ und zum Song „Ghost Division“ stürmten die Mannen die Bühne. Danach folgten die Hits „Gott Mit Uns“ und „Carolus Rex“. Der stets auf Schwedisch gespielte Song „Karolinens Bön“ fand ebenso Anklang bei den Fans wie „Swedish Pagans“, „The Art Of War“ und die Schlußlichter „Primo Victoria“. Während der Show wurde aus dem Publikum mal wieder anstatt „Sabaton“, „Noch ein Bier!“ gerufen. Einmal ließ sich Sänger Joakim Brodén dies auch gefallen. Bei den folgenden Rufen meinte er allerdings, dass es dafür zu heiß sei. Schließlich brannte die Sonne die ganze Zeit auf die Bühne, es gab Pyro-Effekte und außerdem würde er dann ja viel zu schnell betrunken werden. „Und wenn ich betrunken bin, tendiere ich dazu mich auszuziehen…“ so Joakim. Was natürlich das Publikum jubeln ließ. „Warum brüllen jetzt auch die Männer?“ sorgte er erneut für großes Gelächter.

 

Später sprach er einen Festivalbesucher von der Bühne aus an, der die selbe Weste wie er trug, ob er vielleicht mit ihm tauschen würde. Er hätte seine seit ein paar Monaten nicht mehr gewaschen und bräuchte nun mal eine neue. Daraus wurde leider nichts, jedoch fand sich recht schnell weiter hinten ein weiterer Gast, der via crowd surfing nach vorne kam und seine Weste tatsächlich tauschte.

Die Idee der neuen Unterwäsche verwarf Brodén dann wieder ziemlich schnell.

 

Setlist: The March Of War (Intro), Ghost Division, Gott Mit Uns, Carolus Rex, Into The Fire, Cliffs Of Gallipoli, Midway, Karolinens Bön, Swedish Pagans, The Art Of War, Primo Victoria, Metal Crüe;

Pünktlich um 22.30 Uhr enterte die Queen Of Metal, DORO, selbige Bühne und legte gleich mit dem Warlock-Klassiker „I Rule The Ruins“ los. Das Publikum schon in Höchststimmung versetzt, feierte und sang gleich weiter zu den Hits „Burning The Witches“ dem Song „Rock Till Death“ aus dem aktuellen Album „Raise Your Fist“ (V.Ö.: 19.10.2012). Da dieser Auftritt tatsächlich DOROs 30-jähriges Jubiläum bezeichnet, hatte sie noch diverse Gäste geladen. Zum Song „East Meets west“ wurde DORO stimmlich begleitet von Grave Digger-Sänger Chris Boltendahl, das Saxon-Cover „Denim And Leather“ wurde von eben jenem Sänger Bif Byford unterstützt, zu „Für Immer“ schlug Uli Jon Roth in die Saiten, den „Metal Tango“ tanzte Eric Fish von Subway To Sally mit DORO und Motörheads Phil Campbell erschien als Gast-Gitarrist zum Judas Priest Cover „Breakin‘ The Law“.

Zum Klassiker „All We Are“ standen nebst DORO und ihrer Band u. a. die Musiker von Corvus Corax, Sabaton-Sänger Joakim Brodén sowie die zuvor benannten Kollegen mit auf der Bühne und feierten mit der Metalqueen ihr 30-jähriges in einer riesen Sause.

Setlist: I Rule The Ruins (Warlock Cover), Burning The Witches (Warlock Cover), Rock Till Death, East Meets West (Warlock Cover, mit Chris Boltendahl), The Night Of The Warlock, We Are The Metalheads, Raise Your Fist In The Air, Demin And Leather (Saxon Cover, mit Biff Byford), Hellbound (Warlock Cover), Für Immer (Warlock Cover, mit Uli Jon Roth), Revenge, Metal Tango (Warlock Cover, mit Eric Fish), Breaking The Law (Judas Priest Cover, mit Phil Campbell), All We Are (Warlock Cover, mit u. a. Joakim Brodén (Sabaton), Biff Byford (Saxon), Corvus Corax, Eric Fish (Subway To Sally)), Earthshaker Rock (Warlock Cover);


Tag 3 - 03.08.2013

Samstagmittag, 13.15 Uhr - viel zu früh für solch eine Band - spielten FEAR FACTORY auf der Black Stage. Beginnend mit „Demanufacture“ und „Self Bias Resistor“ war die Stimmung bei den Leuten schon hoch und konnte bei den allseits beliebten Songs „Shock“ und „Edgecrusher“ kaum noch gesteigert werden. Trotzdem wurde u. a. zu „Replica“ gefeiert. Musikalisch hat die Band eine super Show abgeliefert. Für meinen Geschmack stand Sänger Burton C. Bell allerdings etwas arg an seinem Micro angewurzelt auf der Bühne herum und war leider stimmlich relativ schwach. Zudem fehlte mir der Song Linchpin in der Setlist.

Setlist: Intro, Demanufacture, Self Bias Resistor, Shock, Edgecrusher, The Industrialist, Powershifter, What Will Become?, Archetype, Cyberwaste, Replica, Martyr;

 

 

Um 21.00 Uhr betrat ALICE COOPER mit seiner Band auf die Black Stage. Eingefasst von einer sehr detailgetreuen Bühnendeko der „Raise The Dead“-Tour legte die Band gleich mit „Hello Hooray“ und „No More Mr. Nice Guy“ los. Ebenso wurden die Klassiker „Hey Stoopid“, „Welcome To My Nightmare“, „He’s Back (The Man Behind The Mask)”, “Poison” und zum Schluß “School’s Out” zum Besten gegeben.

Eigentlich hätte ALICE COOPER eher ans Theater gehen sollen, als Konzerte zu geben. Die Musik ist super – keine Frage! Jedoch sind die Songs teilweise etwas langsam und konnten die Menge nicht immer so mitreißen wie es dem Rockmusiker gebührt. Die Bühnenshow ist erstklassig und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. So lässt Mr. Cooper z. B. beim Song „Billion Dollar Babies“ einen ganzen Stapel (gefakte) Dollarscheine ins Publikum fliegen, bei „Caffeine“ trinkt er aus einem überdimensional großen Kaffeebecher, zum Song „Feed My Frankenstein“ erweckt er ein ca. 3 Meter großes Frankenstein-Monster zum Leben und stirbt gefühlte tausen Tode!

Während dem Medley aus verschienene Songs verstorbener Musiker stellt ALICE COOPER die jeweiligen Grabsteine (z.B. Jim Morrison mit Geburts- und Todesdatum) auf die Bühne.

Die Konzerte sind definitiv einen Besuch wert! Dem Zuschauer wird eine Menge Unterhaltung geboten und das musikalische Können der Band ist ebenfalls eine Tatsache. Auch die erst 28 jährige Gitarristin Orianthi, die seit 2011 zur Band dazu stieß, fügt sich mit ihrem einzigartigen Gitarrenspiel perfekt in die Gruppe ein und steht ihren älteren Bandkollegen in nichts nach!

Setlist: Hello Hooray, No More Mr. Nice Guy, Under My Wheels, I’ll Bite Your Face Off, Billion Dollar Babies, Caffeine, Department Of Youth, Hey Stoopid, Dirty Diamonds, Welcome To My Nightmare, Go To Hell, He’s Back (The Man Behind The Mask), Feed My Frankenstein, Ballad Of Dwight Fry, Killer, I Love The Dead, Medley (Break On Through (To The Other Side) (The Doors Cover), Revolution (The Beatles Cover), Foxy Lady (The Jimi Hendrix Experience Cover), My Generation (The Who Cover)), I’m Eighteen, Poison, School’s Out;


(Sarah Jacob)