METALFEST 2013 - St. Goarshausen, Loreley (D)

Tag 1 - 2013-06-20

Der erste Festivaltag startete leider mit recht trüben Wetter, sodass man bei Ankunft auf dem Festivalgelände vereinzelte Besucher in Regencapes vor der Bühne, unter den Bäumen und unter den Verkäufsständen Schutz suchend stehen sah. Dem Wetter zum Trotz - es kann ja nicht immer regnen - fanden sich aber einige Fans vor der Bühne ein, um die Sonne raus zu rocken!

 

Die Opener des METALFEST waren KISSIN' DYNAMITE, die die anwesenden Fans mit solidem 80er Sleaze-Rock beschallten. Der Sound war gut, die Stimmung ebenso und Sänger Johannes Braun erklärte die vor der Bühne im Regen stehenden erstmal für "bekloppt". Zitat: "Obwohl ich grade eine Stunde vor dem Spiegel stand, stelle ich mich aus Solidarität mit euch in den Regen!" Gegen Ende wurde es dann doch zu nass und windig - es wurde vorher auch eine Unwetterwarnung rausgegeben - sodass ich mich schnell wieder ins Auto verzogen hatte. Dadurch konnte ich auch die zweite Band FEUERSCHWANZ leider nicht sehen.

Pünktlich zu Beginn der schwedischen Heavy Rock Band WITCHCRAFT war ich wieder zurück am Ort des Geschehens. Leider fand ich die Band relativ "schnarchig" für ein Metal Festival (wo war der 'Heavy Rock'??) und Sänger Magnus Pelander konnte das anwesende Publikum auch nicht richtig anheizen. Alles eher gemütliche 'Chill Musik'. Ich werde mir die Band nochmal auf CD anhören. Live konnten sie mich leider nicht überzeugen, aber jeder verdient eine zweite Chance.

Zumal als nächster Act EQUILIBRIUM die Bühne enterten. Mit ihrem Melodic Metal, den donnernden Drums und schreienden Gitarren kam gleich eine super Stimmung auf und das Publikum rockte die Stufen des Amphitheaters. Leider war der Sound nicht ganz 1A abgemischt, sodass es teilweise schwer wurde den Texten von Sänger Robert "Robse" Dahn folgen zu können. Besonders heraus gestochen ist optisch die Basserin Sandra Völkl, die bereits seit Bandgründung den 5-Saiter schwingt und sich sehr gut in das Gefüge der Gitarristen René Berthiaume und Drummer Andreas Völkl einfügt. Auf jeden Fall ein Kracher, der die Leute aus den Zelten holen sollte.

Nach der Umbau. und Verschnaufpause konnten wir uns an den Death Metallern von SIX FEET UNDER erfreuen, die ihr Set mit ca. 10 Minuten Verspätung starteten. Natürlich durften Songs wie "Silent Violence", ""Revenge Of The Zombie" und "No Warning Shot" nicht in der Setlist fehlen und so kroch die Stimmung auf dem Partybarometer nochmal locker zwei Stufen nach oben. Sänger Chris Barnes schüttelte ordentlich die langen Rastas und heizte den Fans ordentlich ein bis klein Fuß mehr still stehen konnte.

Auf die kommende Band freute ich mich schon sehr, denn PARADISE LOST hatte ich bisher noch nicht live gesehen. Der erste Song war "Widow", gefolgt von "Honesty In Death" und dem allseits beliebten "Erased". Leider war die Band insgesamt nicht so überzeigend, abgesehen von Gitarrist Aaron Aedy, dem man ansehen konnte, dass er einfach nur Bock hatte! Ich lies mir aber sagen, dass die live auch schon mal besser waren. Die Stimmung im Publikum war trotzdem recht gut, was wohl auch mit unter an Songs wie "As I Die", "Faith Divides Us - Death Unites Us" und dem Finisher "Say Just Words" gelegen hatte.

Die US-Metaller von ICED EARTH wurden sehnlichst erwartet und starteten das Set auch gleich mit dem Titeltrack des 2012er Albums "Dystopia". Danach folgten unter anderem "Dark Saga", "Pure Evil", die Klassiker "I Died For You", "Watching Over Me" und "Iced Earth". Sänger Stu Block beherscht sein Handwerk und konnte stimmlich überzeugen. Meiner Meinung ist er ein definitiv würdiger Ersatz für Matthew Barlow, da er von Haus aus eine ähnliche Stimmlage hat. Die Fans sahen das genauso und feierten die Band um Jon Schaffer. Für meinen Geschmack könnte Slu Block allerdings die Höhen weglassen, denn er ist nun mal nicht Rob Halford. Sonst aber Prädikat: sehenswert!!

Als nächstes hab uns die Queen of Metal DORO die Ehre. Die Powerfrau startete mit dem alten Warlock-Klassiker "Burning The Witches", gab den Titelsong des neuen Albums "Raise Your Fist In The Air" und weitere Hits wie "I Rule The Ruins" und "All We Are" zum Besten. Zum Schluss spielte die Band den Priest-Klassiker "Breaking The Law" - erst in einer langsameren Version, dann nochmal im normalen Uptemop komplett. Danach feierte die Band zum Abschluß eine ordentliche Party mit den Fans zum "Earthshaker Rock". Sehr schön fand ich auch die Ballade "Für Immer" wobei sich da die Geister scheiden, ob Balladen etwas auf einem Festival zu suchen haben. Was ein wenig stört ist, DOROs ausführlich gesprochene Dankbarkeit zwischen den einzelnen Songs. Dafür könnte man auch noch ein oder zwei Lieder in die Setlist packen. Andererseits sieht man wie sehr sie sich über den Support der Fans freut und dass es wirklich von Herzen kommt. Die Metalqueen hat den "Metal Hammer Golden Gods Award" in der Kategorie "Legends" eben auch nicht zu unrecht erhalten!

Trash at it's best von den US-Bay Area-Trashern von TESTAMENT! Die Bühne in rotes und grünes Licht getaucht, die Drumms optisch mit flashlights verstärkt prügelten die Musiker um Chuck Billy Songs wie "More Than Meets The Eye", "Native Blood", "Dark Roots Of Earth" und "Practice What You Preach" den Fans entgegen. Diese sorgten genauso für die entsprechende Stimmung wie die gesamte Power die die Band von der Bühne schleuderte. Leider fing es während der Show wieder an in strömen zu regnen, sodass wir uns und unsere Kameras im Auto in Sicherheit bringen mussten und das Konzert nur zu Ende hören konnten. Da die Band ca. eine halbe Stunde verspätet auf die Bühne kam und TESTAMENT ja dafür bekannt sind, nicht früher aufzuhören (dreht man den Saft ab, spielen sie eben einfach akustisch weiter...), überzogen sie die Spielzeit und waren erst gegen 22:45 Uhr fertig, als eigentlich schon die Finnen von CHILDREN OF BODOM beginnen sollten.

 

Die ließen allerdings ohnehin noch sehr lange auf sich warten. Wenn man sich schon verspätet, muß man dann noch über 30 Minuten Soundcheck machen? Muß man die Fans eine 3/4-Stunde im strömenden Regen warten lassen? Gegen 23:30 kam sogar ein Techniker der Stagecrew auf die Bühne und signalisierte der "Stimmgabel", dass langsam mal gut ist mit Gitarren stimmen, sonst bräuchte die Band überhaupt nicht mehr zu spielen. Bis dahin wurde aber auch das Keyboard noch nicht gecheckt und die Drums dafür nun ein zweites Mal... Ich empfand dieses Vorgehen als absolute Frechheit und hatte auch keine Lust vor der Bühne zu übernachten, also trat ich dann den Heimweg an, ohne auf die Band zu warten. Man bekam nicht mal eine Info wann es losgehen sollte und warum sich alles so scheinbar endlos verzögerte.

Ich überlege auch noch immer, ob ich mir deren Konzert in Köln im Oktober überhaupt noch ansehen möchte. Immerhin fingen CHILDREN OF BODOM dann aber auch schon um ca. 23:35 an zu spielen. Wie lange der Auftritt dann dauerte, kann ich allerdings nicht sagen. Eigentlich sollte um 0:00 Uhr Schluß sein.

 

(Sarah Jacob)


Tag 2 - 2013-06-21

Als wir das Festivalgelände erreichten, waren MAJESTY gerade in die Zielgerade eingebogen. Ihr traditioneller Metal á la Manowar schien die bereits zahlreich erschienenen Metalheads gut unterhalten zu haben, die Reaktionen ließen auf jeden Fall darauf schließen und auch mir haben sie gut gefallen ("Sword And Sorcery!").

Anschließend betraten VARG die Bühne, um den Bangern mit Neuer Deutscher Härte einzuheizen. Nicht so ganz mein 'Cup Of Coffee', aber den Fans schien es gefallen zu haben und die Stimmung war prächtig. Zum letzten Lied "Rotkäppchen", einer umgedeuteten Version des Gebrüder Grimm-Klassikers ("...Rotkäppchen lief durch den Wald/Sie in Gedanken bitterkalt..."), wurden dann die Mädels im Publikum von Bandboss "Freki" Seiler aufgefordert, die Bühne zu entern, um gemeinsam mit der Band abzutanzen.

Sehr gespannt war ich auf die darauf folgenden HYPOCRISY, die einen sehr guten Ruf auf dem Live-Sektor haben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der erste Song war auch gleich das Titelstück zum aktuellen Longplayer "End Of Disclosure" gefolgt von "Tales Of Thy Spineless". Mit ihrer Mischung aus Trash- und Death Metal mit Punkanleien, eingebetet in sphärischen Keyboardsounds, ließen sie keinen Stein auf dem anderen und als die Mannen um Peter Tägtgren deren Klassiker "Fractured Millennium", die Songs "Necronomicon", "44 Double Zero" und später auch "Roswell 47" anstimmten, brachen alle Dämme.

Für alle, die es in diesem Jahr nicht zum Ballermann geschafft haben, hatte das METALFEST die Spaßmacher von J.B.O. mit an Bord (Pink ist definitiv das neue Schwarz!). Und die ernteten mit ihrem Fun Metal auch die bis dahin beste Publikumsresonanz. Begonnen hatte der Auftritt mit dem Song "Bolle" vom 1997er Werk "Laut!". Danach gab es "Jetzt Isser Drin" von der akteullen EP "S.P.O.R.T" - bei dem die Band von einer netten "Dame" auf der Bühne unterstützt wurde - und es wurden während des Auftritts bei Hits wie " Ein Fest", "Geh 'Mer Halt Zu Slayer" (genau!) und "Ein Guter Tag Zum Sterben" mehrere Polonaisen im Publikum gesichtet. Rundum ein Spaß für alle vor und auf der Bühne, aber vielleicht nicht für die ganze Familie.

Im Anschluß wurde es wieder seriös und nach einem kurzen Intro stiegen SOULFLY in ihr Set ein. Trash/Groove Metal at it's best. Und das schöne war, dass auch diverse Sepultura-Tracks gespielt wurden ("Refuse/Resist", "Arise/Dead Embryonic Cells" und natürlich "Roots, Bloody Roots"). Da waren die Reaktionen im Publikum natürlich am stärksten und ich würde mir wünschen, dass es zu einer Reunion in Originalbesetzung kommen würde. Als Specia-Guest-Appearance hatte Mainman Max Cavalera (Gesang und Gitarre) bei einem Song seine Söhne (?) auf die Bühne eingeladen ("Now it's time for the family"), die für zusätzliche "Gesangseinlagen" sorgten. Wahnsinn, was für Töne aus dem Knirps raus kamen... Respekt! Mit "Eye For An Eye" vom Debütalbum beendete die Truppe den Gig, den ich nicht nur allein wegen Sepultura-Songs bockstark fand!

Und dann kam die Band auf die ich schon die ganze Zeit gewartet hatte. Genau wie Judas Priest oder Iron Maiden gehören ACCEPT zu den Bands, die ich seit gut dreißig Jahren ständig auflege und nie aus den Augen verloren habe. Nachdem ich anfangs ziemlich skeptisch war, ob der neue Sänger Mark Tornillo die großen Fußspuren von Udo Dirkschneider ausfüllen könnte, wurde ich letztes Jahr eines besseren belehrt. Die Band startete mit dem auf der kletzte Tour noch außen vor gelassenem "Hung, Drawn and Quatered" von der aktuellen Scheibe "Stalingrad" und es folgte die kommenden gut siebzig Minuten klassicher Teutonen Metal, der das Herz eines jeden Bangers höher schlagen ließ. Nachdem anfangs die Ränge noch recht spärlich besetzt waren, wurde es stetig immer voller. Wer jetzt glaubt, dass die Band nur ein "Greatest Hits"-Programm spielte, sah sich getäuscht, denn es fanden gleich fünf Tracks der letzten beiden Platten den Weg in das Set (neben dem o. g. Opener: "Bucket Full Of Hate", "Pandemic" und "Teutonic Terror"). Und auch die Klassiker wurden gespielt ("Restless And Wild", "Breaker", "Princess Of The Dawn", "Losers And Winners", "Metal Heart", "Balls To The Wall" (mit Mitsingteil natürlich: "...show me the sign of victory...") und als Zugabe "Heidi Heido Heida... Fast As A Shark"). Welche Wertschätzung die Band genießt sah man auch daran, dass sich hinter der Bühne immer mehr Musiker versammelten um dem Treiben auf der Bühne zuzuschauen.

Dann wurde es wieder spaßig, als die All-Star-Combo (u. a. Phil Anselmo (Pantera), Pepper Keenan (C.O.C.) und Kirk Windstein (Crowbar)) DOWN die Bühne betrat. Spaßig deshalb, weil Phil Anselmo wohl vor dem Gig ein bisschen zu viel Gras geraucht hatte (er ist bekennender Kiffer) und Locker vom Hocker so einige Sprüche raushaute, die den einen Teil des Publikums amüsierte und den anderen Teil des Publikums eher verärgerte. So disste er Bands wie Skid Row und Mötley Crue, "beschimpfte" den Teil des Publikums, die mit verschränkten Armen dastanden ("Ihr könnt' euch verpissen!") und widmete diverse Songs verstorbenen Musikerlegenden (Jeff Hanneman und Dimbag Darrel). Ja und Musik wurde auch noch gemacht, die in die Richtung Southern Rock/Black Sabbath ging. Angefangen mit "Eyes Of The South", über "Witchripper" und "Lysergik Funeral Procession" und "Stone The Crow" bis zum Schlußsong "Bury Me In Smoke" bei dem dann die Instrumente an die Band-/Soundtechniker übergeben, die dann den Song zu Ende spielten und dabei auch untereinander noch die Instrumente tauschten. Sehr unterhaltsam das Ganze und musikalisch überzeugend!

Dann wurde es richtig voll!! The mighty SLAYER holten dann auch noch den letzten Metalhead hinter dem Ofen hervor bzw. vom Zeltplatz herunter. So viele Zuschauer hatte in der Tat keine andere Band auf dem Festival (lt. Aussage des Veranstalters ca. 6.500 Menschen täglich und die schienen auch alle bei Slayer zu sein). Die sechzehn songs umfassende Setlist enthielt ein einwandfreies Best Of-Programm, wobei Anfangs neuere Songs im Mittelpunkt standen ("World Painted Blood, "Hate Worldwrde", "Bloodline" oder "Diciple"). Zum Ende hin wurde dann auch noch der ein odere andere Ur-Klassiker gezockt ("The Antichrist"!), bevor die Unverzichtbaren den Abschluß bildeten ("Seasons In The Abyss", "Dead Skin Mask", "Raining Blood" (Bühne in tiefes Rot getaucht - sehr atmosphärisch!)) und die beiden Zugaben "South Of Heaven" und "Angel Of Death"- Tom Araya war gut bei Stimme, Kerry King bangte sich die Rübe von den Schultern, Gary Holt vertrat den seeligen Jeff Hanneman einmal mehr in gewohnter Weise und Paul Bostaph spielte sich die Hände und Beine wund. Der leider kürzlich verstorbene Jeff Hanneman wurde gewürdigt, in dem man ein Backdrop aufzog, auf dem - in Anlehnung an das Heineken-Logo (Jeff spielte eine entsprechend lackierte Gitarre) - statt Heineken "Hanneman" stand mit den Zusätzen "Angel Of Death - 1964-2013  Still Reigning". Ganz groß!!

Und so endete der Tag mit guter Musik und guter Laune.

 

(Erwin W. (ergänzend: Sarah Jacob))


Tag 3 - 2013-06-22

Am letzten Festivaltag bekam ich als erstes die zweie Hälfte der griechischen Old-School-Trasher SUICIDAL ANGELS mit. Hierfür waren auch schon einige Fans vor der Bühne versammelt, die sich die schnellen Riffs um die Ohren schleudern ließen. Eine Mischung aus Coroner und Kreator die definitiv sehens- und höhrenswert ist. Die Setliste beinhaltete Songs wie „Bloodbath“, dem Titeltrack des 2012er Albums, „Apokathilosis“ von der „Sanctify the Darkness„ (2009) und „Reborn In Violence“ (erschienen auf „Dead Again“, 2010) die vor der Bühne schon ordentlich die Haare fliegen ließ.

Als nächstes folgte die britische Band THRESHOLD, die als einzige Prog-Metal-Band in ihrem Genre etwas vereinsamt beim Metal Fest für Stimmung sorgten. Angefangen mit „Mission Profile“, „Don’t Look Down“ und „Ashes“ sorgte Sänger Damian Wilson gleich für Party Stimmung bei den verbliebenen Fans und ließ es sich nicht nehmen auf tuchfühlung mit dem Publikum zu gehen in dem er an der Absperrung hochstieg und den Leuten die Hand gab oder abklatschte. Es folgte noch „Pilot in the Sky of Dreams“ nebst weiteren Stücken aus der musikalischen Geschichte der Band und während Karl Groom (Gitarre), Pete Morten (Gitarre) und Steve Anderson (Bass) in die Saiten griffen, Richard West (Keyboard) die Tasten spielte und Johanne James (Drums) auf die Felle schlug, kletterte Damian Wilson über die Absperrung und lief komplett durch die Zuschauer bis er schließlich auf der anderen Seite über das Tor „hüpfte“ und aus dem Backstage-Bereich wieder auf die Bühne stürmte und die Show zu beenden. Ich hätte mir gewünscht, dass mehrere Prog-Metal-Band beim Metalfest gewesen wären um mehr Fans dieser Richtung anzuziehen. Vielleicht im nächsten Jahr?

Als gegen 19:45 Uhr die Finnen von WINTERSUN die Bühne betraten war es wieder Zeit für feinsten Melodic-Death-Metal. Die Show begann mit „When Time Fades Away“, „Sons of Winter and Stars“, „Land of Snow and Sorrow“ und somit gleich drei Stücken des im letzten Oktober erschienenen zweiten Longplayers „Time I“. Bandgründer, Sänger und Gitarrist Jari Mäenpää – der vorher schon bei Ensiferum bereits am Saiten und Mikro stand - beherrscht das Gitarrenspiel perfekt und überzeugt ebenso am Mikrophon mit den Death/Black Metal-typischen Screams sowie den Clearvocalsparts die die Musik nicht eintönig und langweilig werden lassen. Unterstützt von Teemu Mäntysaari (Gitarre), Jukka Koskinen (Bass) und Kai Hahto (Drums) spielen

WINTERSUN mit Songs wie „Winter Madness“, „Time“, „Beyond the Dark Sun“ und „Starchild“ noch eine gute Mischung aus den beiden bisher erschienenen Alben. Die Einflüsse aus verschienenen Metal-Genres machen es eigentlich schwer die Band in Melodic-Death einzuordnen, denn hier gibt es auch Bezüge des Power- oder Viking-Metal, wie es bei den skandinavischen Bands schon fast ein Muss ist. Auf CD und auch live klingt das Gesamtpaket zudem sehr episch und hymnisch. Alles in allem eine geballte Ladung an komplexen musikalischen sowie lyrischen Verflechtungen die Spaß machen. So haben Sie auch die Bühne beim Metalfest gerockt und man darf sich (hoffentlich!!) schon auf ein Wiedersehen freuen!

Die - für mich – letzte Band des Abends und damit der Abschluß des Festivals bildeten die britischen SAXON, die mit „Procession“, “Sacrifice“ und “Wheels of Terror“ einen ordentlichen Start hinlegten und auch wieder drei Songs des aktuellen Albums („Sacrifice“ VÖ: 25.02.2013(2CD)) präsentierten. Man mag sich manchmal um ältere Menschen sorgen machen, aber Sänger und Bandgründer Peter „Biff“ Byford hatte es noch ordentlich drauf mit seinen 63 Lenzen zu headbangen und musste nicht viel tun um die Fans zu animieren. Leider bekam ich nicht viel mehr der Show mit, da ich noch einen längeren Heimweg anzutreten hatte.

Ich freue mich jedenfalls schon auf das Metalfest im kommenden Jahr und werde dann hoffentlich auch wieder für euch dabei sein dürfen um mit Wort und Bild vom Festival, den Bands und Fans zu berichten!

 

See You in 2014, Loreley!

 

(Sarah Jacob)