MISTICIA - XVA

VÖ: 27.09.2019

Format: CD


Tracklist:

01. Suacha

02. Aperrear

03. Mallku

04. Yohuali

05. Marrichiweu

06. Buruka

07. La Chucua

08. Thanksgiving Day

09. Hazañas Sanguinarias

10. Sin Tu Dios

11. Ally Shamushka

12. Delay De Las Indias

Ein weiteres, tolles Werk der kolumbianischen Metalband MISTICIA erblickt das Licht der Welt.

Da mein spanisch bislang leider nur für ein "Hallo, ein Bier bitte." ausreicht, vermag ich die lyrischen Inhalte nicht in Gänze zu beurteilen. Was ich dazu allerdings sagen kann ist, dass auch auf diesem Silberling das Aardvark'sche Frontferkel Guido Meyer de Voltaire wieder mal einen hervorragenden Job als Gastbrüller macht. Aufgrund seines Talents, das er bisher in bereits mehreren Projekten zu Beweis stellte (Aardvarks, Bethlehem, Crossgroove, Aach Un Kraach), bekommt dieses Release mal wieder die richtige Dosis "Ich reiß dir den A**** auf!" und "In your face!!". Hauptvocalist Diego versteht sich allerdings auch sehr gut in seinem Job!


MISTICIA sind ja bekanntermaßen die Pioniere, die die kolumbianisch-einheimische, die spanische und die englische Sprache in ihren Songs miteinander kombinieren und so immer wieder auf's Neue einen einzigartigen Sound kreieren, der sich durch alle bisher veröffentlichte Releases zieht. 


Mit "XVA" bezieht sich die Band erneut auf ihre Wurzeln in Kolumbien und deren Andenkultur. Der Albumtitel bezieht sich dabei auf den Gott der Sonne der Muiscas. So ist "XVA" ist wieder ein Konzeptalbum, das von der Eroberung Amerikas, den Legenden und der indigenen Glaubensrichtung inspiriert wurde. 


Alle Songs beinhalten Einflüsse der indigenen Präkolonialkunst, Musik und Sprachen wie Quechua (Peru), Náhuatl (Mexiko), Muisca (Kolumbien), Aymara (Bolivien), Quichua (Ecuador), Kanien, Mapudro (das hab ich natürlich aus dem Pressetext kopiert). Das alles gepaart mit fetten, eingängigen Riffs und melodischen Klängen, die die volle Härte des Genres untermalen.

Schon der erste Track "Suacha" (Youtube-Video) ist so ein klassischer Ohrwurm, bei dem man den CD-Player qualmen lassen kann. Dem schließen sich auch "Mallku", oder "Thanksgiving Day" und auch "Sin Tu Dios" an. Einen speziellen Lieblingstrack kann man sich auf "XVA" kaum herauspicken, da die einzelnen Tracks recht unterschiedlich sind, aber im Ganzen doch sehr gut zueinander passen.


Die nun dritte Veröffentlichung von MISTICIA wurde mit Daniel Bergstrand (Meshuggah, Behemoth, Dark Funeral, In Flames, etc.) in den Dugout Studios in Uppsala (Schweden) aufgenommen und von Jaime Gomez Arellano in dessen Orgone Studios (UK) gemastert.


Ich hoffe auf baldige Konzerte in Europa, damit man sich die tolle Show der Kolumbianer wieder angucken kann. Diego Cruz hat bereits verraten, dass Guido nun das letzte Mal für MISTICIA am Mikro stand und er nun selbst die vollständigen Vocals übernehmen würde. Vielleicht wird es auf einer Europa-Tour ja trotzdem ein erneutes Gastspiel von Guido geben *hüstel*zwinker*hüstel*

(Sarah Jacob)


Lineup:

Diego R. Cruz - Guitar / Vocals

Hernan Martinez - Guitar

Jon Alba - Bass

Boris Rodriguez - Drums

Guido Meyer de Voltaire - Guestvocals