HELDMASCHINE - Lügen

VÖ: 21.08.2015

Label: Mp-Records (Soulfood)

Format: CD


Tracklist:

01. Collateral
02. Schwerlos
03. Wir Danken Euch
04. Wer Einmal Lügt
05. Ich Will Dein Bestes
06. Tränenblut
07. Ein Traum
08. Maskenschlacht
09. Einmal Ist Keinmal
10. Die Zeit Ist Reif
11. Der Hammer Fällt
12. Die Roboter


Jeder, der sich etwas mit Rammstein, oder der Neuen Deutschen Härte etwas näher beschäftigt, dürfte Völkerball, die Covertruppe der eben genannten Band, ein Begriff sein. 2011 entwickelte sich daraus dann das Nebenprojekt Heldmaschine, die seit dem in selbigem Stil nun eigene Musik machten.


Harte Gitarrenriffs und eingängige Melodien harmonieren hier sehr gut mit den vermehrt auftretenden elektronischen Beats und ziehen sich auch bei ihrem neuen Album "Lügen" wie ein roter Faden durch die Musik. Dazu die leicht verständlichen, deutschen Texte, die einem im Ohr bleiben und zum nachdenken, oder aber auch mitsingen animieren. Generell besticht das Album durch die gut durchdachten Kompositionen von Anfang bis Ende, allerdings hebt sich "Schwerelos" leider etwas negativ aus der Masse hervor. Der recht lange Track kann hier leider nicht gänzlich überzeugen, da ihm eben genau das zum Verhängnis wird und ab der Hälfte schnell langeweile aufkommt. Immerhin folgt direkt darauf ein nettes "Dankeschön" an die Fans in Form selbstgeschriebener Musik. Im restlichen Verlauf des Albums kann man sich entspannt zurück lehnen und das Werk genießen. Komplett bewertet, lässt "Lügen" die Schlußfolgerung "Rammstein goes Kraftwerk", oder anders rum, zu. Hier bekommt man eine gute Mischung aus Dark Elektro und NDH zu hören. Trotz allem, befürchte ich, dass die Band noch eine Weile mit dem Rammstein-Vergleich zu kämpfen haben werden, bevor sie es tatsächlich schaffen, aus deren Schatten zu treten und als selbstständige Band betrachtet zu werden.


Insgesamt muss man schon sagen, dass "Lügen" die bisher stärkste Veröffentlichung von Heldmaschine ist. Das macht sich vorallem in punkto Produktionsqualität bemerktbar. Hier scheint man Wert auf eine Hochwertigere Aufnahme gelegt zu haben.

(Sarah Jacob)