IRON MAIDEN - The Book Of Souls

VÖ: 04.09.2015

Label: Parlophone Records

Formar: CD

 

Tracklist:

CD 1

01. If Eternity Should Fail (Dickinson) 8:28
02. Speed Of Light (Smith/ Dickinson) 5:01
03. The Great Unknown (Smith/ Harris) 6:37
04. The Red And The Black (Harris) 13:33
05. When The River Runs Deep (Smith/ Harris) 5:52
06. The Book Of Souls (Gers/ Harris) 10:27
CD 2
07. Death Or Glory (Smith/ Dickinson) 5:13
08. Shadows Of The Valley (Gers/ Harris) 7:32
09. Tears Of A Clown (Smith/ Harris) 4:59
10. The Man Of Sorrows (Murray/ Harris) 6:28
11. Empire Of The Clouds (Dickinson) 18:01

 

Ganze fünf Jahre hat es gedauert, doch es ist endlich soweit!! Die Helden von mehreren Generationen haben sich im Studio versammelt um die Welt mit neuen Klängen zu beglücken und die Fans freuen sich die Seele aus dem Leib (und manche sogar die Haare vom Kopf) auf die neueste Veröffentlichung aus dem Hause IRON MAIDEN!

 

Steve Harris und seine Mannen haben sich diesmal nicht lumpen lassen und sogar ein Doppelalbum veröffentlicht, damit auch alle elf Tracks den Weg zu ihren Fans finden sollten. Warum? Weil sie es können - und, weil die Tracks eine Länge haben, die es unmöglich macht, alles auf einen einzigen Silberling zu quetschen...


CD 1: Beginnend mit einem mystischen Intro und Panflöten-Klängen leitet uns "If Eternity Should Fail" in sechzehnte Werk der Briten ein. Es bieten sich neue und bislang ungewohnte Klänge, aber auch wieder die typischen IRON MAIDEN Sounds, die die Fans so lieben. Dazu führt Bruce kräftige Stimme die Hörer in ein Abenteuer, welches es als Opener auf bisher noch keinem Album der Band gab. Der zweite Track, "Speed Of Light" wurde ja bereits veröffentlicht und fand natürlich reges Interesse in der Metalgemeinde. Ein klassischer singalong, der schnell in den Gehörgang kriecht. "The Great Unknown" schlägt anfangs sanftere Töne an zu denen Bruce Dickinson ebenso seicht die ersten Lyrics singt. 1:32 Min später nimmt der Track wieder an Fahrt auf und lässt den Kopf im Takt mitschwingen. In "The Red And The Black" zeigt die Band erneut ihre vielfältigkeit in ihrem Können. Bei einer Länge von knapp 14 Minuten könnte man meinen, hier den längsten Track des Albums vorzufinden, zu diesem kommen wir aber später noch. Mit "The Rivers Run Deep" haben Steve und Adrian einen so starken song erschaffen, dass er teils an die guten, alten 80er Stücke von Dio erinnert. Der Titeltrack "The Book Of Souls" zeigt sich in bester Form und kann schon beinahe als episch bezeichnet werden. Die Atmosphäre, die hier erschaffen wird, versetzt den Hörer in die Umgebung der Mayas, die auf dem Album thematisiert werden (siehe auch das Coverartwork).

CD 2: In "Death Or Glory" haben Bruce und Adrian erneut den zweiten Weltkrieg zur Sprache gebracht. Hier lehnt man sich musikalisch schon fast an alte Running Free-Zeiten an. Rhytmische Gitarren, die typischen Basslines und ein starker Chorus werden hoffentlich live gleichermaßen überzeugen. "Shadows Of The Valley" knüpft musikalisch wiederum an neuere Maiden-Zeiten an. Hier bedient man sich eher den Erfahrungen der Dance Of Death oder Final Frontier-Aufnahmen. "Tears Of A Clown" wurde dem bereits verstorbenen Robin Williams gewidmet. Lyrisch bringen Adrian und Steve das Leben eines Comedians, der sich auch mit Problemen und Ärger im Business auseinandersetzen muss, sehr gut zum Ausdruck. Ein gutes Stück Musik, das auch bei den Fans Anklang finden wird. "The Man Of Sorrows" - Moment mal! Gab es das nicht schon auf Bruce' Accident Of Birth? Haben Dave und Steve hier einfach abgeschrieben? Selbstverständlich nicht! Wäre ja auch zu blöd! Dieser Song weist zwar Ähnlichkeiten auf - Bruce' Grsang, klar - aber auch die düsteren und gefühlvollen Lyrics der Midtempo-Nummer zeigen, das Bruce auf diesem Album auf dem Höhepunkt seiner gesanglichen Qualitäten steht. Das finish des Albums bietet der zuvor schon erwähnte, längste Track, den die Band jemals auch ein Album gepackt hat. Mit satten 18:01 Minuten beschreibt Bruce in "Empire Of The Clouds" die tragische Geschichte des letzten Flugs der R101, der im Oktober 1930 in Frankreich abstürzte und 48 Menschen das Leben kostete. Ein Opus, wie er musikalisch und an Länge eher untypisch für Bruce ist.

Und so endet das Album wie es begonnen hat, mit einem von Bruce eigens geschriebenem Song, der kraftvoller nicht hätte sein können.


Mal schneller, mal langsamer, Bruce in vielen Facetten seiner Vocals. So, oder so ähnlich zieht sich der berühmte rote Faden durch das gesamte Meisterwerk. Something old, something new - Maiden haben das Rad nicht neu erfunden, sich aber dennoch ein Stück weit weiterentwickelt. "The Book Of Souls" ist definitiv keine "Number Of The Beast" oder "Powerslave", aber trotzdem eine starke Platte die sich den Weg in die CD-Regale verdient hat! Je öfter man das Album durch hört, desto mehr Details hört man heraus. Es geht von ersten Ton an in den Kopf und wird mit jedem Hören besser!

 

Die gute Harmonie zwischen Gitarren, Bass und Schlagzeug gepaart mit den Vocals, zeigt sich auch auf "The Book Of Souls" wieder. Die Band kennt und schätzt sich seit vielen Jahren, was sich auch in ihrer Musik ausdrückt. Sie sind ein eingespieltes Team, langjährige enge Freunde, die es auch hier wieder geschafft haben, ein weiteres Meisterwerk auf den Markt zu bringen.


Über die Tourplanung, auf der wir sicherlich auch das ein oder andere Stück von "The Book Of Souls" live erleben dürfen, halten wir euch selbstverständlich auf dem Laufenden und werden die Tourdaten bei bekanntgabe ebenfalls veröffentlichen.

(Sarah Jacob)