THUNDERHEART - Night Of The Warriors

VÖ: 27.02.2015

Label: Killer Metal Records

Format: CD

 

Tracklist:

01. New Horizons
02. Show Them Our Fire
03. Night Of The Warriors
04. Thunderheart
05. Concrete Jungle
06. Killing My Fears
07. Rules Of A Lie
08. Bulletproof
09. I'll Always Be There For You
10. Rise Or Fall


Aus Spanien kommen nicht nur Tapas


In der Hauptstadt Spaniens donnert es gewaltig. Das Debütalbum der spanischen Heavy Metal-Band Thunderheart begann im Februar 2015 seine Reise mit der Mission, die Welt zu erobern. Metalmieze schaute sich das Ganze mal an.

 

Im Jahre 2013 fiel der Startschuss für die spanische Formation Thunderheart. Die Gründer - Gitarrist Willi Gascon (ex-Steel Horse) und der Drummer Ricardo Lázaro (Calibre zero, ex-Steel Horse) - fanden zusammen und stampften ihr eigenes Musikprojekt aus der spanischen Erde. Mit Sänger Javier Pastor (Gitarrist bei Wild) komplettierten die beiden das Trio.

 

Thunderheart reihen sich sich musikalisch in das Genre Heavy Metal/Hard Rock ein. Nach eigenen Angaben beeinflussten vor allem Größen wie die Scorpions, Accept, Wasp, Whitesnake und Saxon die musikalische Ausrichtung der Band.

 

Ihr Debüt mit dem heroischen Namen „Night of the Warriors“ entstand im Laufe des Jahres 2014 und fand im Februar 2015 seinen Weg an die Öffentlichkeit. Aufgenommen wurde das Ganze in den Blue Cat Studios in Madrid. José Ibánez mischte in den Monopolio Studios in Trujillo Alto (Puerto Rico, USA) das Ganze und dann anschließend von Brett Caldas in den Tower Studios (Montpellier, France) gemastert zu werden.

 

Aber kommen wir mal zum Album. „Night of the Warriors“ erinnert allein von der Aufmachung des Covers an die guten alten 80er Jahre. Karikierte langhaarige Hünen stehen in Krieger-Pose in den Straßen einer Großstadt. Mit Lederjacke, Kutte und dem obligatorischen Nebel um den Schuhen stehen sie am Anfang eines düsteren Abenteuers (Anm. der Redaktion: subjektiver Eindruck beim ersten Betrachten des Covers durch die Autorin).

 

Aber hält die Musik was das Cover verspricht? Fangen wir mal an. Das Intro „New Horizons“ schmettert als Einstimmung Gitarrenriffs und Schlagzeugpower in bester Metalmanier der 80er.

 

Der erste Song des Debütalbums „Show Them Our Fire“ verschmilzt die Elemente aus Power Metal und Hard Rock. Grund genug einmal bangend durch die Wohnung zu tanzen und einmal die Sau rauszulassen.

Auch die anderen Songs auf dem Album – zu erwähnen sind hier „Rise or Fall“, „Killing my Fear“ oder das namensgebende „Night of the Warriors“ - weichen von dem Stil nicht ab und schmettern einfach drauf los. Die Einflüsse der oben genannten Bands lassen sich deutlich heraushören und machen wahrscheinlich deswegen auch das Album leicht zugänglich, weil es eigentlich nur einen Anspruch hat – einfach Auf-die-Fresse-Musik machen und Bangen bis der Orthopäde kommt.

 

Thunderheart erfinden natürlich nicht das Rad neu, lassen aber das Herz des geneigten Zuhörers höher schlagen. Sei es beim Putzen, Joggen oder Austoben in den eigenen vier Wänden. Thunderheart schmettern ihre Riffs einfach rotzfrech runter und hauen mit ihrem Debüt einmal ordentlich auf die Kacke. Dennoch muss auch wenig Kritik geübt werden. Musikalisch spielen die drei Spanier auf einem hohem Niveau nur leider ist die Stimme von Javier Pastor jetzt nicht der Oberknüller. Es fehlen die Nuancen in der Stimme, die den Liedern etwas mehr Leidenschaft verleihen. Jedoch glaubt die Autorin daran, dass mit Übung und Spucke in den Händen da noch einiges geht, ist es doch das erste Album der Band.

 

Inwieweit die Jungs live überzeugen, kann noch nicht beurteilt werden. Wer sich davon überzeugen will, kann der aktuellen Tour beiwohnen. Live und Platte sind schließlich auch bei den Besten von enormen Unterschieden geprägt (nennen wir an dieser Stelle einfach mal Größen wie Judas Priest oder Steel Panther).

Auf dem Youtube-Channel von Thunderheart kann in das Album reingehört werden.

(Antje Ritter)