NEOPERA - Destined Ways

VÖ: 18.07.2014

Label: Edel:Records

Format: CD

 

Tracklist:

01. The Marvel of Chimera (3:50)

02. A Call to Arms (4:54)

03. Remote (5:02)

04. Destined Ways (4:30)

05. Falling Water (3:02)

06. The Greed (6:33)

07. Error (6:07)

08. Last Pantomime (5:00)

09. Equilibria (4:46)

10. Requiem (1:50)

11. Song of Revenge (3:00)

12. The Unspeakable (4:37)

 

Symphonic Metal par Excellence

 

2014 scheint ein gutes Jahr für Fans von Symphonic Metal zu werden. Neben starken neuen Platten von Xandria und Delain, sowie dem noch ausstehenden neuen Album von Tarja Turunen, präsentieren nun also auch Neopera ihr Debut. Wie ein Debut klingt das Ding aber so rein gar nicht. Beim Blick auf die Besetzungsliste merkt man dann auch schnell warum. Hier sind Könner am Werk: Dirk Schlächter (Gamma Ray) und Jörn Schubert (Dark Age) sind die Hauptverantwortlichen für Songwriting und Arrangements. Unterstützt werden sie von mehreren meist unbekannteren Profis, wie Nina Jiers (Sopran), Thorsten Schuck (Bariton) und Shouter Mirko Gluschke. Das Resultat ist erstaunlich. Mit bekannten Bands des Genres a la Nightwish und Within Temptation lassen sich Neopera nur bedingt vergleichen, da der Ansatz hier um einiges düsterer und progressiver ist, als bei den genannten Vorbildern. Am ehesten trifft vielleicht noch ein Vergleich mit Therion zu, aber die Band klingt auch dafür viel zu eigenständig und findet hier tatsächlich einen innovativen Ansatz zu einem sehr festgefahrenen Genre.

 

Die Songs sind etwas mehr in die epische Richtung ausgelegt und gehen beim ersten Durchlauf noch nicht so direkt ins Ohr wie bei bekannteren Acts des Genres. „Schuld“ daran ist vor allem der Musical-artige Einsatz der drei Sänger, die häufig abwechselnd, manchmal aber auch harmonisch zusammen, hier zu Höchstform auflaufen, was die Songs manchmal etwas schwer zugänglich macht. Nach einiger Zeit und zwei bis drei Durchläufen beginnt man dann aber auch Zugang zu dem vielleicht manchmal etwas sperrigen Material zu finden und kann sich dann an dem detailverliebten und immer für Überraschung sorgenden Werk kaum satthören.

 

Fazit: Mehr davon! Bitte, bitte!

(Marco B. Wild)

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