DELAIN – The Human Contradiction

VÖ: 04.04.2014

Label: Napalm Records

Format: CD

 

Tracklist:

01. Here Come The Vultures (6:05)

02. Your Body Is A Battleground (3:49)

03. Stardust (3:56)

04. My Masquerade (3:43)

05. Tell Me, Mechanist (4:51)

06. Sing To Me (5:08)

07. Army Of Dolls (4:55)

08. Lullaby (4:54)

09. The Tragedy Of The Commons (4:30)

 

Zuckerstück mit viel Hitpotential

 

Delain nahmen schon immer eine Sonderrolle unter den bekannteren Symphonic Metal Bands ein: Im Gegensatz zu Nightwish, Epica & Co hatten die Niederländer um ex-Within Temptation Keyboarder Martijn Westerholt ihren Stil schon immer eher im poppigeren Bereich angesiedelt. Auch diesmal wird der geneigte Zuhörer nicht enttäuscht. The Human Contradiction strotzt nur so vor eingängigen Hooklines und Mitsingrefrains, was aber nur die Spitze des Eisbergs darstellt, denn dieses Album bietet viel mehr. Verantwortlich für die Produktion sind diesmal Frederik Nordström, der bereits mit Bands wie Opeth, Arch Enemy und In Flames gute Qualität abgeliefert hat, sowie Ted Jensen, seines Zeichens Mastering Engineer von Madonna oder Norah Jones. Wie bitte? Oder besser „Hääääh, wie zum Geier passt das denn zusammen?“. Ausgezeichnet! Die Platte klingt modern und klassisch zugleich. Erinnerungen an Savatages goldene Zeiten werden wach.

 

Anders als beim direkten Vorgänger „We are the Others“ gibt es diesmal wieder ordentlich Metal auf die Ohren. Die Gitarren sind um einiges dominanter und die Songs haben trotz eines enorm hohen Zuckeranteils einige Ecken und Kanten mehr vorzuweisen als beim letzten Mal. Symphonische Passagen werden als Stilmittel verwendet und sind niemals aufdringlich. Natürlich gibt es auch hier die genretypischen Streicherwände und choralen Aaaahs, aber der Fokus liegt eindeutig bei den ultra-eingängigen und sehr knackigen Metalsongs. Zugegeben, das Rad wird hier nicht gerade neu erfunden, aber das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Erwähnenswert sind vielleicht noch die ausgezeichneten Gastauftritte von Marco Hietala (Your Body Is A Battleground), George Oosthoek (Tell Me, Mechanist) und Alissa White Gluz (The Tragedy of the Commons).

 

Fazit: Wer Female Fronted Metal (was für ein beschissener Ausdruck!) gerne mag, wird von dieser Platte begeistert sein. Puristische Fans der härteren Gangart: Finger Weg!

(Marco B. Wild)

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