ARKONA - Yav

VÖ: 25.04.2014

Label: Napalm Records

Format: CD

 

Tracklist:

01. Zarozhdenie

02. Na strazhe novyh let

03. Serbia

04. Zov pustyh dereven'

05. Gorod snov

06. Ved'ma

07. Chado indigo

08. Jav'

09. V ob'jat'jah kramoly

 

Komplexes Pagan-Monster

 

Arkona sind nun schon seit geraumer Zeit ein etablierter Teil der Pagan Metal Szene. Nach sieben Alben und mehreren erfolgreichen Touren haben die fünf Moskauer um Sängerin Masha nun ihr siebtes Studioalbum vorgelegt. Yav beginnt mit einem langen „oooommmm!“ Wer jetzt allerdings auf entspannte Wohlfühlmusik mit Sitar und Panflöte wartet, wird enttäuscht. Sitar und Panflöte ja, „Wohlfühl“ nein. Dieses Album ist komplex und damit meine ich nicht den ein oder anderen Tempi oder Taktwechsel. Nein, hier bekommt man schon nach wenigen Minuten nicht mehr so richtig mit, wo man eigentlich gerade ist. Songstrukturen sind nur marginal zu erkennen und jede einzelne Nummer ist mit so vielen Teilen gespickt, dass es schwer fällt einen roten Faden zu erkennen.

 

Dabei hat die Platte durchaus ihre Highlights. Es gibt einige wunderschöne Folk-Passagen mit toller Instrumentierung und viel Atmosphäre, die dann allerdings wieder von völlig überzogenen Blastbeat- und Progressive Einlagen zerstört wird. Technisch ist das zwar auf allerhöchstem Niveau, aber Spaß macht das definitiv nicht. Auch soundtechnisch gibt es nichts zu meckern. Die Platte klingt, wie ein solches Album klingen muss: Erdig und unkomprimiert. Lediglich die Gitarren sind an manchen stellen ein wenig zu dominant und lassen die Synthie und Folkparts etwas links liegen.

 

Fazit: Für Fans von sehr komplexem Progressive und Pagan Metal. Alle anderen werden mit dieser Platte wenig Freude haben.

(Marco B. Wild)

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