DE LA TIERRA - De La Tierra

VÖ: 17.01.2014

Label: Roadrunner Records

Format. CD

 

Tracklisting:

01. Intro

02. Somos Uno

03. Rostros

04. San Asesino

05. Detonar

06. Maldita Historia

07. Fuera

08. Chaman de Manaus

09. Reducidores de Cabezas

10. Corran

11. Cosmonauta Quechua

 

Einfallsreiches Side-Projekt mit Aha-Effekt

 

Da haben die vier Jungs um Sepultura Gitarrist Andreas Kisser sich ja richtig was einfallen lassen. Beinharter Metal amerikanischer Machart gespickt mit allerlei kuriosen Elementen, die man so erstmal nicht erwartet. Beim ersten Durchlauf fällt natürlich auf, dass alle Texte ausnahmslos in spanischer Sprache sind. Da die Qualität der Lyrics aber ja auch mitbewertet werden sollte, musste ich dafür erstmal Google Translate bemühen! Doch der Zorn war schnell verflogen, denn die Musik entschädigt einfach für alles. Groovig bis der Arzt kommt, druckvoll produziert, aber trotzdem mit Ecken und Kanten. Überhaupt der Sound! DER SOUND!!! Erdig, dreckig und trotzdem druckvoll und nie überproduziert, genial.

 

Die Songs haben durchweg eine erstaunlich hohe Qualität und zeugen von spielerischem und kompositorischem Niveau, wie man es selten bei All-Star Projekten finden kann. Häufig trifft man auf überraschende Elemente und Wendungen, die man so nicht erwartet hätte. San Asesino zum Beispiel startet mit einem Sambarhythmus, um dann in einer RatM ähnlichen Strophe mit Funk-Riffs und Slapbass-Attacken aufzugehen. Doch De la Tierra ist keinesfalls für Prog Fans gedacht. Hier dürfte sich eher die klassische Pantera oder (natürlich) Sepultura Fraktion angesprochen fühlen, denn es geht häufig ganz schön zur Sache. Vor allem der letzte Song Cosmonauta Quechua stößt dabei schon ziemlich weit in Thrash/Speed Gefilde vor. Abgerundet wird das ganze durch Sänger Andrés Giménez, der normalerweise bei den Argentiniern von A.N.I.M.A.L. seine Brötchen verdient und hier richtig glänzen kann. Die Rauhbeinigkeit eines Max Cavalera erreicht er zwar nicht ganz, hat dafür aber einige ausgezeichnete Melodic-Passagen, die sofort ins Ohr gehen. Fazit: Gelungenes Debut einer südamerikanischen Supergroup!

(Marco B. Wild)

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