CROSSFAITH – Apocalyze

VÖ: 24.01.2014

Label: Sony Music

Format: CD

 

Tracklisting:

01. Prelude

02. We Are The Future

03. Hounds Of Apocalypse

04. Ecilpse

05. The Evolution

06. Scarlett

07. Gala Hala (Burn Down The Floor)

08. Countdown To Hell

09. Deathwish

10. Counting Stars

11. Burning White

12. Only The Wise Can Control Our Eyes

 

Soso, Metalcore? Aha?!

 

Als Trancecore bezeichnen die Japaner selbst ihre Musik. Hmmm! Apocalyze ist das dritte Album der 2006 gegründeten Band, jedoch der erste internationale Major Release, weshalb man wohl versucht hat die Platte mit allem vollzupacken, was das Studio so hergab. Zu Beginn will die Scheibe des Fünfers aus Osaka noch nicht so wirklich zünden. Nach dem obligatorischen Synthie Prelude fönt uns erstmal der knüppeldicke Opener We Are The Future entgegen. Der Sound wirkt etwas überproduziert, vor allem im Bereich der Drums. Die Synthies ergänzen vertrackte Sampler-Sounds und Wobble Bässe à la Dubstep zu heftigen Gitarren-Riffs und sehr dominantem Screamo-Gesang. Melodie? Transparenz? Fehlanzeige! Das Ganze wirkt etwas zu voll und überladen. Auch der folgende Track Hounds of Apocalypse verbessert diesen Eindruck nicht so wirklich. Zu dicht scheint das Geflecht aus Synthies, Gitarren und stark komprimierten Drums, um dem Song wirklich etwas abgewinnen zu können. Ich war schon bereit das Ding beiseite zu legen und als den nächsten Auswuchs von überproduziertem Metalcore-Mittelmaß abzustempeln, als plötzlich Eclipse aus dem Lautsprecher tönt. Eine Midtempo Nummer, die all das richtig macht, was bei den ersten Songs falsch lief. Na also, es geht doch.

 

Die darauffolgenden Tracks sind allesamt etwas zugänglicher, durch das etwas zurückgenommene Tempo und die wesentlich transparenteren Arrangements. Nun kommen endlich die verschiedenen Klangfacetten, wie die doch recht einfallsreichen Synthieparts und die an manchen Stellen doch recht melodisch daherkommende Stimme von Kenta Koie. Die Songs sind einfallsreicher komponiert und können an manchen Stellen sogar mit der einen oder anderen Überraschung Punkten (z.B. beim Kammerorchester Intro von Counting Stars!).

 

Puh, gerettet. Einen Rückfall zur schwachen Qualität der ersten Nummern gibt es nicht mehr. Der Sound bleibt jedoch durchweg etwas zu dicht und komprimiert, so dass manche Stellen nicht wirklich gut zur Geltung kommen. Schade eigentlich, denn in dieser Band steckt noch einiges an Potential. Warten wir ab, ob die Jungs in Zukunft ihre Stärken besser ausspielen können!

(Marco B. Wild)

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Lineup:

Kenta Koie - Gesang

Kazuki Takemura - Gitarre

Tatsuya Amano - Schlagzeug

Hiroki Ikegawa - E-Bass

Terufumi Tamano - Keyboard