BLACK LABEL SOCIETY – Catacombs of the Black Vatican

VÖ: 04.04.2014

Label: Mascot Label Group (rough trade)

Format: CD (Limited Edition)

 

Tracklisting:

01. Fields Of Unforgiveness

02. My Dying Time

03. Believe

04. Angel Of Mercy

05. Heart Of Darkness

06. Beyond The Down

07. Scars

08. Damn The Flood

09. I've Gone Away

10. Empty Promises

11. Shades Of Gray

12. Dark Side Of The Sun

13. Blind Man

 

Die Coolness gepachtet?

 

Was wurde gemutmaßt vor der Erscheinung des neuen BLS Albums! Kann Zakk Wylde nach seinem Entzug überhaupt noch gute Songs schreiben? Kann er unter 2,5 Promille überhaupt noch seine Klampfe richtig rum halten? Mit dem Erscheinen des neuen Albums zeigt der Meister jedoch allen Zweiflern, dass er es immer noch drauf hat. Wenn auch etwas anders als erwartet.

 

Was erwartet man denn nun, wenn man ein neues BLS Album in Händen hält? Die typischen Elemente von Zakk Wylde und seinen Sidekicks. Gehen wir sie mal durch: Stampfende Riffs? Check! Jede Menge Pinch Harmonics? Check! Gnadenlos groovige Rhythmen? Check! Halsbrecherische Solos? Check! Vocals, die an Ozzy zu besten Sabbath Bloody Sabbath Zeiten erinnern? Check! Ein bis zwei emotional geschwängerte Balladen mit Klavier und/oder Akustik-Riffs? Check! Soweit ist also alles vorhanden, was die bisherigen Platten im Bereich zwischen „sehr gut“ und „ausgezeichnet“ angesiedelt hat. Und doch… Ein paar Dinge sind diesmal anders.

 

Zu Beginn fällt das noch nicht mal so sehr auf. Erst beim zweiten oder dritten Durchlauf der Scheibe denkt man sich schließlich „Das ist diesmal ja alles irgendwie saucool!“ Ja, so lässig und aus der Hüfte geschossen wie Catacombs of the Black Vatican präsentierte sich bislang noch kein BLS Album. Die Songs wirken irgendwie erwachsener, und treffen mehr den Punkt als bisher. Der Sound tut sein Bestes diesen Eindruck noch zu unterstützen: Die Drums wirken etwas natürlicher und voller als in den Vorgängern und sogar Zakk’s typische Paula sounds sind etwas wärmer und weniger sägend. Das Klangbild ist dadurch weniger aggressiv, aber dafür grooviger und tighter. Songs wie Beyond the Dawn unterstreichen diesen neuen, reiferen Zakk Wylde auf beeindruckende Weise. Sogar die Balladen, bisher eher ein Grund die Fast Forward Taste zu drücken wurden – hier möge mir der große Metal Gott in Valhalla verzeihen – zu echten Highlights der Platte. Fazit: Für Fans ein Pflichtkauf. Doch die neu gepachtete Coolness von Herrn Wylde und seiner Truppe sollten auch für den ein oder anderen neuen Fan auf den Konzerten Sorgen.

(Marco B. Wild)

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Diskografie:

1999: Sonic Brew

2000: Stronger Than Death

2002: 1919 Eternal

2003: The Blessed Hellride

2004: Hangover Music Vol. VI

2005: Mafia

2006: Shot to Hell

2010: Order of the Black

2014: Catacombs of the Black Vatican