XANDRIA - Sacrificium

VÖ: 02.05.2014

Label: Napalm Records

Formar: CD

 

Tracklisting:

01. Sacrificium (10:04)

02. Nightfall (3:54)

03. Dreamkeeper (4:35)

04. Stardust (5:31)

05. The Undiscovered Land (7:22)

06. Betrayer (6:04)

07. Until The End (5:37)

08. Come With Me (4:55)

09. Little Red Relish (4:31)

10. Our Neverworld (3:43)

11. Temple Of Hate (5:47)

12. Sweet Atonement (4:13)

 

Kann häufiger Lineup-Wechsel der Musik schaden?

 

Mag vorkommen, im Falle von XANDRIA ist dies allerdings nicht der Fall. Trotz der vielzähligen Besetzungswechsel im Laufe der Bandgeschichte, kann die aktuelle Frontfrau und ausgebildete Sophransängerin, Dianne van Giersbergen, ihr Talent unter Beweis stellen.

Der Einstieg in den bereits sechsten Longplayer der Bielefelder Formation um Bandchef Marco Heubaum bietet auch gleichermaßen ein "Longplayerwerk" von stolzen 10 Minuten! Nach dem symphonischen Intro folgt ein choraler Teil und dann geht's auch schon los. Trotz guter Strophen kommt der Chorus zeitweise etwas träge rüber und so passiert, was bei langen Stücken leider oft der Fall ist: sie wirken ab und an uninteressant und man hört nicht mehr richtig zu... Mit dem zweiten und bereits bekannten Stück Nightfall ändert sich dies aber wieder und zu meiner Freude, singt Dianne hier auch "normal" und nicht zu arg opernhaft, was meinen Ohren generell besser gefällt. Der Song klingt von vorne bis hinten stimmig und so bleibt auch der Hörer dabei. Kraftvoll arrangierte Gitarren verleihen dem Stück einen Hauch von Power Metal und dazu die geballte Stärke der Chorpassagen machen bei diesem Song sehr viel Spaß.

Mit The Undiscovered Land stoßen wir auf die erste Ballade der Scheibe, die den Hörer mit auf eine Reise ins Land der Träume nimmt. Schöne Gitarrensounds und der klare Gesang machen den Track rund und eingängig. Vergleichbar hier vielleicht mit dem aktuellen Album von Edenbride. Ebenso klingt auch der letzte Track Sweet Atonement, der allerdings noch durch ein gewisses Etwas und der irgendwie mehr "eigenen" Art von Sängerin Dianne aus dem Album heraussticht.

In Betrayer finden sich die üblichen Symphonic Metal Parts sehr ausgeprägt wieder. Der teils epochal wirkende Sound, zwischendurch ein kurzer Sprechpart und die donnernden Gitarrenriffs lassen hier gute Laune aufkommen. Von Until The End, über Little Red Relish, Our Neverland und Temple Of Hate strotzen die Lieder nur so vor Energie, die hier und da durch einen kurzen, ruhigeren Gesagspart unterbrochen wird, dadurch aber nicht an Musikgewalt und Ohrmuschelfreude verlieren!

 

Man findet auf Sacrificium alle Einflüsse der artverwandten Bands der Szene wie Nightwish oder auch Within Temptation. Die Musik wirkt gradlinig aber nicht langweilig und je öfert man das Album hört, desto mehr Facetten spielen sich heraus, wie bei einem Schmetterling, der sich aus seinem Kokon befreit und danach sein beeindruckendes Erscheinen entfaltet. Alle Liebhaber der oben genannten, artverwandten Bands und natürlich auch die, der vorherigen XANDRIA-Werke dürfen bei dieser CD beherzt zugreifen. Klar ist es schwierig hier etwas völlig neues und großartiges zu kreieren, dennoch klingt Sacrificium keineswegs nach einem billigen Abklatsch von Alben wie zum Beispiel Nightwishs Wishmaster. Und natürlich wird die Bands das Album auch auf einer Tour promoten! Die Daten dazu findet ihr in unserer Rubrik Tourdaten.

(Sarah Jacob)

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Aktuelle Besetzung:

Dianne van Giersbergen - Vocals

Marco Heubaum - Guitar & Keys

Philip Restemeier - Guitar

Steven Wussow - Bass

Gerit Lamm - Drums