BLACKWOLF - The Hunt

VÖ: 02.03.2014

Label:Self Release

Format: CD

 

Tracklist:

01. Mr Maker

02. Keep Moving On

03. Moving Mountains

04. Faith In Me

05. Trouble

06. Only Said In Silence

07. House Of Emerald Wine

08. Raised On The Sun

09. Black Hole Friend

10. Dragging Ghosts

11. Relief

12. Sleepwalking

13. Sea Of Mercy

 

Ach ja, die gute alte Zeit…?!

 

Beim ersten Durchlauf von The Hunt musste ich doch tatsächlich einmal verstohlen zum Kalender blicken, um zu prüfen, ob wir immer noch das Jahr 2014 schreiben oder ob nicht vielleicht doch irgendein verrückter Professor mir meinen Kindheitswunsch erfüllt und mich via Flux Kompensator in die frühen 70er entführt hat. Was da aus den Boxen kommt riecht, schmeckt und klingt so was von nach den alten Größen der britischen Hard Rock Szene, dass es eine wahre Freude für alle Fans von Zeppelin, Sabbath oder Cream sein muss. Ein Blues Riff fetter als das andere, ein Sänger, der irgendwo im Niemandsland zwischen Coverdale und Axl Rose seine kraftvollen Hooklines zum Besten gibt und eine Powerhouse Rhythmusgruppe, die sich ultratight den Teufel aus dem Leib groovet. Retro Herz was willst Du mehr?

 

Nun ja, nach der sehr guten ersten Hälfte der Platte (Anspieltipps: Mr. Maker, Keep Moving On, Faith in Me, Trouble) kommt mehr und mehr das Gefühl auf, dass das alles nicht mehr so wirklich taufrisch ist und der Vintage Sound mit der Zeit seinen Charme wieder ein wenig einbüßt. Es fehlt größtenteils einfach der Biss, den andere Bands dieser Art, wie etwa Black Stone Cherry, mitbringen. Nur um das klar zu machen: Handwerklich kann man den fünf Briten absolut nichts vorwerfen: Gitarren, Bass, Drums und Gesang sind allesamt transparent und doch durchsetzungsfähig. Die Instrumentierungen sind derart gut aufeinander abgestimmt, wie man es selten bei modernen Rockbands hören kann. Spielerisch wie gesanglich ist das alles grundsolide. Aber auch nicht mehr. Eine solide Platte mit Spaßfaktor, die nach einiger Zeit jedoch ein bisschen Staub ansetzt.

(Marco B. Wild)

 

Lineup:

Scott Sharp - Vocals

John Greenhill - Guitars

Jason Cronin - Guitars

Ben Webb - Bass

Tom Lennox-Brown - Drums