SEVEN DEADLY - Obliviation

VÖ: 23.02.2014

Label: WEMC Productions

Format: CD

 

Tracklisting:

01. Play The Game

02. Life Begins To Fade

03. From This Darkness

04. Posthumous

05. Blood On Your Hands

06. Obliviation

07. Remain At Peace

08. Pure Steel

09. Allegiance

10. Remember

11. The Wrath

12. Time Ghost

Gesamtlänge: 52 min

 

Moderner Thrash auf hohem Niveau!

 

Hämmernde Stakkato-Riffs, Doublebass Gewitter und rotzige Tempiwechsel: Jawohl, die Briten um Sänger Archie Wilson lassen auf ihrem Debut durchaus Einflüsse von klassischem Thrash Metal à la Testament oder Kreator erkennen. Doch Obliviation kann keinesfalls als einfacher Aufguss von bewährtem Material oder gar als altmodisch bezeichnet werden. Gepaart wird das ganze nämlich mit groovigen Elementen, die, vor allem durch Rob Hicks‘ ausgezeichnetes Drumming, etwas an Disturbed-und Five Finger Death Punch erinnern, sowie einigen Samples und Keyboardsounds, die dann und wann leichtes Industrial Flair aufkommen lassen.

 

Das Songwriting ist durchweg gelungen und lässt nichts zu wünschen übrig. Keiner der 12 Songs weist wirklich Schwächen auf. Der Mix aus groovig und thrashig funktioniert bestens. Vor allem die zweite Hälfte des Albums enthält mit ‚Pure Steel‘, ‚Allegiance‘ und ‚The Wrath‘ drei absolute Hammertracks, wobei hier vor allem das Pacing hervorzuheben ist: Melodische Mitsingrefrains und beinharte Thrashgewitter ergänzen sich zu einer interessanten Fusion aus traditionellem Thrash und modernem Alternative Metal. Dementsprechend fallen auch Wilsons Vocals aus: Viele Melodische Passagen wechseln sich ab mit aggressiven Screams, die jedoch niemals überhand nehmen, wodurch der weitestgehend melodische Charakter der Platte gewahrt bleibt.

 

Da sind wir aber auch schon beim einzigen Wehrmutstropfen des Albums. Während die Instrumentalisten zwar eindeutig von den oben genannten Bands beeinflusst sind, so wahren sie doch eine gewisse Eigenständigkeit, die dem Sänger leider (noch) etwas abgeht. Die Vocals sind zwar technisch einwandfrei vorgetragen, aber an vielen Stellen fehlt noch das gewisse Etwas, das der Band ihren wirklich eigenen Sound verleiht.

 

Alles in allem haben die fünf Jungs von der Insel uns hier einen gelungenen Erstling vorgelegt, der Lust auf mehr macht. Fans der genannten Bands werden hier ganz sicher auf ihre Kosten kommen.

(Marco B. Wild)

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Lineup:

Archie Wilson - vocals/samples

H Virdee - guitars

Dave Irving - guitars/keyboards/backing vocals

Murilo Rassi - bass

Rob Hicks - drums

 

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