MACHINE HEAD - Machine F**king Head

VÖ: 09.12.2012

Label: Roadrunner Records (Warner)

Format: 2CD

 

Manchester, Raise Your Fists In The Air!

 

Groove Metal, Thrash Metal, Neo-Thrash, Post-Thrash oder Heavy Metal! Um Machine Head in eine Schublade zu stecken, kommen so manche Leute in Schwierigkeiten. Soll ich euch was sagen? Machine Head sind Machine Head! Basta!

Ein Schlagzeuger (Dave McClain) der die Band nach vorne peitscht, ein Bassist (Adam Duce) der fette Gooves spielt, ein Gitarrist (Phil Demmel) der sowohl moderne Heavy Riffs spielt, als auch mit klassischen Metal-Soli á la Judas Priest glänzt und nicht zu vergessen Robb Flynn, der Schreit, Keift und auch mal melodisch singt (und dazu nebenbei noch die Rhythmus-Gitarre bedient). Das sind Machine Head!

Eine Zeit lang hab’ ich die Platte links liegen gelassen, weil ich davon ausgegangen war, dass das vorliegende Live Doppelalbum in verschiedenen Locations aufgenommen worden wäre und da steh’ ich gar nicht drauf, weil dann oft der Fluss einer Live-Show verloren geht.

Aber weit gefehlt! Nach intensivem Hören hab’ ich festgestellt, dass fast das komplette Album auf der letzten Europa-Tour in Manchester aufgenommen worden ist (wenn man mal davon absieht, dass das gesprochene Intro zu „Locust“ und „Halo“ in Glasgow aufgezeichnet wurden). Woran ich das gemerkt habe? Ob ich die akustischen Gegebenheiten im Manchester Central kenne? Nein, nein. Robb Flynn ist eine wirkliche Rampensau und bezieht das Publikum ständig mit ein. Kostprobe gefällig? Robb: „Manchester, I Wann Hear You Sing!“ Crowd: „Hear Me Now, Words I Vow, No Fucking Regrets” (aus “Imperium”) Robb: “That’s Fucking Right!” Und so wird ein Schuh draus.

Nach dem Triple “I Am Hell (was für ein mächtiger Opener)“, “Be Still And Know“ (mein heimlicher Favorit von der aktuellen Platte „Unto The Locust“) und „Imperium“ ist die Stimmung schon am Siedepunkt. Apropos Publikum: Schlauerweise wurden scheinbar Mikrophone über das Publikum gehangen, so dass man ständig hören kann, was sich im Auditorium abspielt. Dauernd skandieren die Fans „Machine Fucking Head“, singen mit und scheinen förmlich auszuflippen. Dazu eine kleine Anekdote: Als ich vor ein paar Jahren Machine Head in einer ausverkauften Live-Music-Hall in Köln gesehen habe, haben doch zwei Typchen gemeint, während des Konzertes ganz gemütlich je eine Schale Pommes rotweiß essen zu müssen, bis Robb Flynn das Publikum ganz freundlich aufgefordert hat, einen Circle-Pit zu bilden ;-). Nun, was soll ich sagen. Es regnete jede Menge Pommes vom Himmel…

Aber ich schweife ab. Weiter gehts mit „Beautiful Mouring“, dem ersten Klassiker „The Blood, The Sweat, The Tears“ vom „The Burning Red“-Album (leider der einzige Song der Platte), eine Gänsehautversion von “Locust“ (schon jetzt ein Highlight zukünftiger Machine Head-Shows), das anspruchsvolle „This Is The End“, die Thrash Metal-Granate „Aesthetics Of Hate“ (da müssen Pantera Pate gestanden haben) und zum Abschluss der ersten Disc „Old“ vom Debüt.

Disc Zwei startet mit balladesken Tönen und „Darkness Within“, „Bulldozer“, „Ten Ton Hammer“ (die Songtitel sprechen für sich), das einzige weniger aufregende „Who We Are“, einer tollen Version von „Halo“ und schließt mit dem Song, der auf jeden Fall auf die Setliste einer jeden Machine Head Show gehört, nämlich „Davidian“ („..Let Freedom Ring With The Shotgun Blast…“, ihr wisst was ich meine).

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 (Erwin W.)

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Tracklist:

CD 1

01. I Am Hell (Sonata In C#) (Live 2012)

02. Be Still And Know (Live 2012)

03. Imperium (Live 2012)

04. Beautiful Mourning (Live 2012)

05. The Blood, The Sweat, The Tears (Live 2012)

06. Locust (Live 2012)

07. This Is The End (Live 2012)

08. Aesthetics Of Hate (Live 2012)

09. Old (Live 2012)

CD 2

01. Darkness Within (Live 2012)

02. Bulldozer (Live 2012)

03. Ten Ton Hammer (Live 2012)

04. Who We Are (Live 2012)

05. Halo (Live 2012)

06. Davidian (Live 2012)