KNIGHT FURY - Time To Rock

VÖ: 2012

Label: self-released

Format: CD

 

Tracklist:

01. Nothing Left

02. Attack

03. Forbidden

04. Battle For The Castle

05. Awaken

06. The Message

07. Endless Night

08. Out On Your Own

09. Believe

10. Time To Rock

 

Defenders Of The Faith

 

Was kann man von einer Band erwarten, die solch’ illustre Musiker wie David Ellefson (Megadeth) und Ken Mary (ex-House Of Lords, ex-Fifth Angel, ex-Alice Cooper) versammelt hat? Heavy Metal? Genau!

 

Angeführt wird die Truppe von Gitarrist Chris Sanders, der sich seine Sporen bei Lizzy Borden verdient hat (2007-2010) und sich auch für die knackige Produktion verantwortlich zeigt.

 

Musikalisch hat man sich dem melodischen Heavy Metal verschrieben, der von der Gitarrenarbeit ein wenig an Iron Maiden (ohne das charakteristische Gitarrendoppel) mit einem Schuss Randy Rhoads erinnert.

 

Der Gesang des bisher fast unbeschriebenen Blattes William King (Backing Vocals für diverse CD-Produktionen von namhaften Acts wie Blind Guardian oder Helloween) erinnert phasenweise an Michael Kiske und Kai Hansen (Phrasierung) und an Benjamin Kowalewicz von Billy Talent (ist aber bei weitem nicht so nervig!). Die Songs sind eher selten flott gespielt („Attack“) und hauptsächlich im Mittempobereich angesiedelt (der Opener „Nothing Left“, „Awaken“, „Forbidden“ und „The Endless Night“) wobei die Refrains bei den meisten Tracks nicht sofort ins Ohr gehen, was aber sehr angenehm ist, weil man schon eine Weile braucht, bis man die Scheibe erfasst hat und so ein längerer Hörspaß garantiert ist.

 

Ausnahmen gibt es aber dennoch, zum einem die Hymne „Battle For The Castle“ (Fighting And Slashing/The Battle Beginns/Never Surrender/We’ll Fight Till The End!) mit Original Ohhhhhhhhhh-Chor am Schluss, das sehr eingängige „The Messenger“, die etwas verzichtbare Mötley Crüe-Gedächtnisballade „Believe“ und die leider nur auf der Japan-Version enthaltene Alternativ-Version von „Forbidden“, die mit schönen Pianoklängen untermalt ist und mit einem herrlichen Gitarrensolo abschließt (klingt musikalisch ein bisschen wie Savatage aus der Zak Stevens-Phase). Insgesamt ist Knight Fury ein gutklassisches Debüt gelungen und ich hege die Hoffnung, dass es dass nicht schon wieder, aufgrund der Verpflichtungen diverser Bandmitglieder, gewesen ist.

 (Erwin W.)

Das Album kann hier direkt bei Amazon gekauft werden.