HATRIOT - Heroes Of Origin

VÖ: 25.01.2013

Label: Massacre (Soulfood)

Format: CD

 

Tracklist:

01. Suicide Run 3:53

02. Weapons Of Class Destruction 4:45

03. Murder American Style 3:57

04. Blood Stained Wings 4:38

05. The Violent Time Of My Dark Passenger 4:38

06. Globicidal 3:58

07. And Your Children To Be Damned 4:07

08. The Mechanics Of Annihilation 4:11

09. Shadows Of The Buried 6:20

10. Heroes Of Origin 3:11

 

Neues aber alt bewährtes aus dem Hause Souza

 

Als ich vor ein paar Monaten von meinem Kumpel HuberTommy einen Link zu Hatriots „Blood Stained Wings“ bekommen habe (YouTube), mit dem Hinweis, dass das die neue Band von Ex-Exodus Sänger Zetro Souza sei, wollte ich es gar nicht glauben, denn ich dachte das er sich weitgehend aus dem Musikbusiness zurückgezogen hätte. Noch überraschter war ich als ich der Presse entnahm, dass nun die Veröffentlichung des ersten Albums „Heroes Of Origin“ anstehen würde. Am Tag der Veröffentlichung also rein in den Plattenladen, das „Ding“ gekauft und in den Player eingelegt. Nach kurzem Intro hat mich meine Vermutung bestätigt. Hatriot knüpfen ziemlich genau dort an, wo Exodus mit „Fabulous Disaster“ aufgehört hat, nur noch eine Brise brutaler! Es gibt also Vollgas-Thrashmetal (Ausnahme: Shadows Of The Buried“ im Stile von „Like Father, Like Son“ vom, ihr habt es bestimmt erraten, „Fabulous Disaster“-Album), wobei Zetro nichts von seinen stimmlichen Qualitäten eingebüßt hat. Manchmal rattert er die Lyriks so schnell runter, dass man mit dem Mitlesen der Texte gar nicht mitkommt („The Mechanics Of Annihilation“) oder die Befürchtungen hat, dass jeden Moment dessen Stimmbänder reißen („Globicidal“). Die Riffs des Gitarrendoppels Kosta Varvatakis und Miguel Esparza hören sich original wie die Riffs von Exodus-Gitarrist Gary Holt an, unterstützt von Zetros’ Söhnen Cody Souza (Bass) und Nick Souza (Drums). Angeblich mussten die beiden sich ebenso für ihre Jobs bewerben, wie die Anderen (na ja, wer es glaubt). Sogar die typischen Exodus-Shouts sind zu hören („Blood Stained Wings“, „Heroes Of Origin“). Den Bandnamen hat man im Übrigen aus dem Exodus-Song „Scar Spangled Banner“ entlehnt. Also mehr Exodus geht nicht!

Textlich setzt man sich mit den allen Facetten menschlicher Gewalt auseinander (über Amokläufer in „Suicide Run“, das Columbine High School-Massaker in „Weapons Of Class Destruction“, Heckenschützen in „The Violent Times Of My Dark Passenger“ oder Selbstmordattentäter in „Globicidal“). Friede-Freude-Eierkuchen-Lyriks passen auch nicht wirklich zu der Musik ;-).

Also originell ist das insgesamt nicht, aber es knallt und wurde von dem Produzenten Juan Urteaga (Testament, Heathen und natürlich EXODUS) exzellent produziert.

(Erwin W.)

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