ACCEPT - Blood Of The Nation (Limited Edition)

VÖ: 20.08.2010

Label: Nuclear Blast

Format: CD

 

Tracklist:

01. Beat The Bastards

02. Teutonic Terror

03. The Abyss

04. Blood Of The Nations

05. Shades Of Death

06. Locked And Loaded

07. Time Machine (Bonus Track)

08. Kill The Pain

09. Rollin' Thunder

10. Pandemic

11. New World Comin'

12. No Shelter

13. Bucketful Of Hate

 

Erwartungen erfüllt?

 

Nach 14 Jahren Funkstille (wenn man mal von der uninspirierten Reunion 2005 absieht) haben sich Accept bzw. das was davon übrig geblieben ist (Wolf Hoffmann und Peter Baltes) aufgemacht uns mit einem neuem Werk zu beschenken.

 

Zwei Probleme mussten gleich gemeistert werden:

Zum einem hat der etatmäßige Sänger und Aushängeschild Udo Dirkschneider keine Lust wegen seiner ganz gut laufenden Solokarriere neu einzusteigen und zum zweiten waren die Jungs eine ganze Weile weg vom Fenster, d. h. der übliche Album-Tour-Album Rhythmus, der Accept zu Breaker/Restless And Wild/Balls To The Wall-Zeiten zu musikalischen Höchstleistungen angetrieben hat, fehlt gänzlich.

 

Während meiner Meinung der Sängerwechsel gut kompensiert wurde (Mark Tornillo ist keine Udo-Kopie, passt aber hervorragend zu Accept) kann es das Songwriting nicht mit den Klassikern aufnehmen. Zwar finden sich alle Trademarks in der Musik (flotte Rhythmen, fette Chöre, ausgeklügelte Gitarrensoli), ich habe aber den Eindruck, dass man versucht, die Songs der Achtziger zu implementieren (Produzent Andy Sneap mag auch seinen Anteil daran gehabt haben). Und das funktioniert nur bedingt. So war ich anfangs total begeistert, aber nachdem ich mir noch mal die "Balls To The Wall"-CD angehört habe und die neuen Songs etwas wirken gelassen habe, bin ich der Meinung, dass das Album insgesamt eher durchschnittlich ausgefallen ist (auch wenn man bei "Bucket Full Of Hate" z. B. so einen Art Sitar-Sound eingefügt hat, was den Song etwas aufpeppt). Vielleicht hätte es dem Album gut getan, wenn man statt 13 nur 10 Stücke veröffentlicht hätte, denn leider haben sich einige Füller eingeschlichen (Locked And Loaded, New World Comin' und No Shelter), die "Blood Of The Nation" an Kompaktheit nimmt. Witzigerweise gefällt mir, der nur als Bonus-Track (Digi-Pack-Version) ausgewählte Song "Time Machine" am besten (On through the night/shine on forever/Going insane as we ride the time machine). Dort spürt man diesen ganz speziellen Vibe, der einige der besten Stücke von Accept ausgemacht haben.

 

P.S. Man sollte Mark Tornillo mal fragen, was er sich bei dem Text zum Titel-Song gedacht hat. Auszug: We leave behind our homes... to ensure our way of life/To avenge our brothers murders... and stand up for what is right/For our countries and our future... our legions carry on/A war against the terror... that we did not bring upon - mit schönen Grüßen in den Irak – Auweia (vielleicht wurde der Song deshalb nie live gespielt)!

 

(Erwin W.)

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